Hörenswertes im Bistum Erfurt

Hörenswertes im Bistum Erfurt

Vorträge und Predigten

Sind Allah und Gott der gleiche Gott?

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Ein Sprichwort sagt: „Namen sind Schall und Rauch.“ Gilt das auch für Gott? Ist Allah, wie Muslime ihn nennen, der gleiche Gott wie der christliche Gott?
Manche Menschen gehen davon aus, dass es sich beim Gott der Muslime um einen anderen Gott handelt als beim Gott der Christen oder Juden. Doch dann gäbe es logischerweise mehrere Götter und wir müssten über Polytheismus sprechen.

Professor Georges Tamer geht hingegen davon aus, dass es sich um denselben Gott handele und sich nur die Vorstellungen von Gott unterscheiden. In seinem Vortrag stellt er das islamische Gottesbild und den Wandel des Gottesbildes im Laufe der koranischen Verkündigung dar. Im Anschluss setzt er das islamische Gottesbild ins Verhältnis zu anderen Gottesbildern und veranschaulicht an Textbeispielen, warum es sich seiner Ansicht nach um ein und denselben Gott handelt.

Dieser Vortrag wurde am 10. Oktober 2019 bei einer Veranstaltung des Katholischen Forums im Land Thüringen gehalten.

Referent:
Prof. Dr. Georges Tamer, Lehrstuhlinhaber für Orientalische
Philologie und Islamwissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg

Deutschland ist gerechter, als wir meinen

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Wer die Debatten über die soziale Gerechtigkeit in Deutschland verfolgt, liest viel über soziale Kälte, immer weiter wachsende Ungleichheit, prekäre Jobs, den Zerfall der Mitte und den "Suppenküchensozialstaat", der als letztes Relikt vom neoliberalen Sozialabbau übriggelassen worden sei.
Inwieweit sind diese Thesen von den Fakten gedeckt? Wird der Sozialstaat kontinuierlich abgebaut oder zukunftsfähig gemacht? Wo wirkt der Sozialstaat, und wo muss nachgebessert werden?
Wenn Leistungen des Sozialstaats schlecht geredet und positive Seiten kaum wahrgenommen werden, bestärkt das populistische Kräfte in ihrem Vorwurf an die Politik, sich nicht um "die Belange des Volkes" zu kümmern. Eine Darstellung der Faktenlage um den Sozialstaat dient damit nicht nur einer Versachlichung der Diskussion, sondern stärkt letztlich auch unsere Demokratie.

Am 12. September 2019 stellte sich Prof. Dr. Cremer in einer Veranstaltung in Erfurt diesem Thema. Prof. Cremer war von 2000 bis 2017 Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes. Zur Vita von Prof. Cremer: https://www.caritas.de/diecaritas/deutschercaritasverband/strukturundleitung/historie-des-dcv/cremer

Miteinander frei

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Die politische Wende im Jahr 1989 brachte die Freiheit für die Menschen in Ostdeutschland und führte zur Gründung des Bistums Erfurt. Das 25-jährige Bestehen wurde mit einer großen Bistumswallfahrt zum Erfurter Domberg gefeiert.

In seiner Wallfahrtspredigt schaute Bischof Dr. Ulrich Neymeyr auf die Geschichte des Bistums und seine identitätsstiftenden Charakteristika.
Dann richtet er den Blick nach vorn, auf den begonnenen Prozess der Kirchenentwicklung unter dem Stichwort "Achtsam weiterbauen" und auf die anstehenden Veränderungen.

Text der Predigt zum Nachlesen: https://www.bistum-erfurt.de/presse_archiv/nachrichtenarchiv/detail/nicht_nur_zurueckschauen/

Nachgespräch zur Uraufführung der Name der Rose - Teil 2

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Bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt war 2019 eine Uraufführung zu erleben: Das Musical Der Name der Rose nach dem gleichnamigen Roman von Umberto Eco.
„Wer erzählen will, muß sich zunächst eine Welt erschaffen, eine möglichst reich ausstaffierte bis hin zu den letzten Details“ schrieb Eco im Nachhinein über seinen Roman. Er wählte für seine Erzählung einen konkreten Zeitpunkt, das Jahr 1327. Dabei kombinierte er historische Fakten mit frei erfundenen, gestaltete ein raffiniertes Spiel von Bezügen zwischen Gegenwart und Vergangenheit und schuf zugleich ein Stück Literatur über die Literatur. Da erscheint es zunächst verwegen,
aus diesem komplexen Kunstwerk ein Bühnenwerk, noch dazu ein Musical, zu schaffen, das ganz eigenen Gesetzen folgen muss. Über ihre Arbeit berichtet das norwegische Autorenduo Wiik / Kverndokk im Gespräch mit den Kirchenhistorikern Prof. Seiler und Prof. Mieth an authentischem Ort, dem kurz vor 1327 von Dominikanermönchen errichteten Hohen Chor der Predigerkirche.
•Øystein Wiik, Autor
•Gisle Kverndokk, Komponist
•Prof. Dr. Dietmar Mieth, Fellow am Max-Weber-Kolleg Erfurt
•Prof. Dr. Jörg Seiler, Professor für Kirchengeschichte, Erfurt

Nachgespräch zur Uraufführung der Name der Rose - Teil 1

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Bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt war 2019 eine Uraufführung zu erleben: Das Musical Der Name der Rose nach dem gleichnamigen Roman von Umberto Eco.
„Wer erzählen will, muß sich zunächst eine Welt erschaffen, eine möglichst reich ausstaffierte bis hin zu den letzten Details“ schrieb Eco im Nachhinein über seinen Roman. Er wählte für seine Erzählung einen konkreten Zeitpunkt, das Jahr 1327. Dabei kombinierte er historische Fakten mit frei erfundenen, gestaltete ein raffiniertes Spiel von Bezügen zwischen Gegenwart und Vergangenheit und schuf zugleich ein Stück Literatur über die Literatur. Da erscheint es zunächst verwegen,
aus diesem komplexen Kunstwerk ein Bühnenwerk, noch dazu ein Musical, zu schaffen, das ganz eigenen Gesetzen folgen muss. Über ihre Arbeit berichtet das norwegische Autorenduo Wiik / Kverndokk im Gespräch mit den Kirchenhistorikern Prof. Seiler und Prof. Mieth an authentischem Ort, dem kurz vor 1327 von Dominikanermönchen errichteten Hohen Chor der Predigerkirche.

Einführung zu den DomStufen-Festspielen 2019

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Die DomStufen-Festspiele 2019 bringen ein Stück Weltliteratur als Musical auf die Bühne: Umberto Ecos Roman "Der Name der Rose". Diesem näherte sich die Einführungsveranstaltung als Kooperation zwischen Katholischem Forum im Land Thüringen und dem Theater Erfurt aus geistesgeschichtlicher, musikwissenschaftlicher und inszenatorischer Perspektive an. Referenten:
- Prof. Dr. Jörg Seiler, Kirchenhistoriker: Zum geistesgeschichtlichen Hintergrund (ab Zeit 00:05:30)
- Prof. Dr. Helmut Loos, Musikwissenschaftler: Zur Musik (ab Zeit 00:37:25)
- Dr. Arne Langer, Chefdramaturg: Zur Inszenierung (ab Zeit 01:18:50)

Dem Volk auf`s Maul schauen!

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Prof. Dr. habil. Jan Loffeld hielt am 2. Juli 2019 in Erfurt seine Habilitationsvorlesung zum Thema “‘Dem Volk auf`s Maul schauen!” (Martin Luther) Heterogenität und Solidarität als wichtige Navigationskoordinaten des ‘synodalen Weges'”.

Im Rahmen der Vorlesung wurde Prof. Loffeld von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt der Erich-Kleineidam-Preis 2018 verliehen. Der Pastoraltheologe erhielt den Preis für seine Habiliationsschrift “Der nicht notwendige Gott. Die Erlösungsdimension als Krise und Kairos des Christentums inmitten seines säkularen Bedeutungsverlustes”.

In seinem Vortrag schaut Loffeld auf den geplanten synodalen Weg in Deutschland und benennt Fallstricke, beleuchtet die Hintergründe sowie den gesamtgesellschaftlichen Rahmen. Zu Beginn seines Vortrags benennt er als Ziel seiner Überlegungen: "Ich möchte nämlich mit Ihnen gemeinsam darüber nachdenken, was denn für solch einen Prozess ... wichtig zu bedenken wäre." "Erfahrungen von Enttäuschung und Niedergeschlagenheit auf vielen Ebenen", die es schon genügend in der Kirche gäbe, will Loffeld Antworten entgegensetzen und Wege der Erneuerung aufzeigen. Welche Vorschläge er bereit hält, verrät Ihnen der Vortrag. Viel Freude beim Zuhören!

Identitätsmerkmale des Bistums Erfurt

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Am 8.7.19 wird das Bistum Erfurt 25 Jahre alt. Zu diesem Anlass wurde im Erfurter Dom am 7.7.19 ein Gottesdienst gefeiert. Bischof Neymeyr schaute in seiner Predigt auf die Entstehung des Bistums zurück und benannte, was heute für das Bistum Erfurt prägend ist. Der Live-Mitschnitt kann hier angehört werden, nachzulesen ist er unter dieser Adresse: https://www.bistum-erfurt.de/presse_archiv/nachrichtenarchiv/detail/identitaetsmerkmale_des_bistums_erfurt/

Zeitgemäß reden über den dreifaltigen Gott

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Zeitgemäß sprechen von dem, woran wir glauben. Also das, was uns im Innersten bewegt, so in Worte fassen, dass es andere Menschen anrühren kann, bewegen kann, so dass sie vielleicht selbst zum Glauben oder doch wenigstens zum Nachdenken kommen. Wie kann unsere Sprache das leisten?
Im Vortrag beleuchtet Prof. Dr. Silber kurz die Frage, wie es um die religiöse Spra­che in unserer Gegenwart bestellt ist. In einem zweiten Schritt geht es darum, wie unser Spre­chen von Gott gut gehen kann, welche Sprache sinnvoll und angemessen ist, wenn wir über unse­ren Glauben sprechen. Und im dritten Teil gibt der Referent gleich einige Vorschläge, was es heißt, heute „zeitgemäß“ vom Glauben, von Gott, vom „dreifaltigen Gott“ zu sprechen.

Was können die Kirchen dem Staat anbieten?

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Vortrag von Kardinal Marx im Rahmen der Kreuzganggespräche 2019
„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“

Veranstalter:
Universität Erfurt und das Katholische Forum im Land Thüringen

An drei Abenden im Mai, 8., 15. und 22. Mai fanden die Kreuzganggespräche in der Kilianikapelle im Kreuzgang des Erfurtes Domes statt Im Jahr 2019 unter dem Titel "Nun sag, wie hast du´s mit der Religion?". Es sprachen Prof. Hans-Jürgen Papier, Prof. Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski und Kardinal Reinhard Marx.

Die „Gretchenfrage“ stellt sich nicht nur für Faust, sondern auch für den weltanschaulich neutralen Staat. In Deutschland ist das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen durch die sog. Weimarer Kirchenartikel geregelt. Vor genau 70 Jahren sind sie aus der Weimarer Verfassung, die vor 100 Jahren in Kraft trat, in das Grundgesetz übernommen worden. Diese beiden Jubiläen luden dazu ein, sich mit dem Verhältnis von Staat und Kirchen einmal genauer auseinanderzusetzen.

Zum Referenten:
Reinhard Kardinal Marx, geb. 1953 in Geseke;
1979 Priesterweihe;
1989-1996 Direktor des Sozialinstituts Kommende in Dortmund;
1996 Weihbischof in Paderborn;
2001 Ernennung zum Bischof von Trier;
2007 Ernennung zum Erzbischof von München und Freising;
2010 Kardinal;
seit 2014 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Über diesen Podcast

Spannende Vorträge und Predigten aus dem Bistum Erfurt, aufgenommen bei Veranstaltungen des Katholischen Forums, der katholisch-theologischen Fakultät Erfurt und Fortbildungen sowie Gottesdiensten im Bistum Erfurt. Einfach hörenswert!

von und mit Niklas Wagner, Matthias Hülfenhaus, Sarah Kotitschke, Stefan Hummel, Desiree Haak

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