Vorträge, Interviews und Predigten
00:00:06: Hörenswertes, ihr Podcast aus dem Bistum Erfurt.
00:00:09: Und der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Erfort.
00:00:13: Einen schönen guten Abend zusammen!
00:00:23: Vielen herzlichen Dank für die sehr freundlichen Worte zur Einführung.
00:00:33: Sie haben die Messlatte sehr hochgelegt jetzt in ihrer Vorstellung.
00:00:39: Ich hoffe, dass ich Sie nicht zu sehr unterschreiten werde.
00:00:43: Heute Abend vielen herzlichen Dank.
00:00:46: Meine Damen und Herren, ich werde das Thema des Abends über Blüngerung und Verschonung in vier Schritten für Sie vorstellen.
00:01:01: Ich nenne sie einmal die Schrecken, ich werde zunächst mal etwas sagen über den prekären Status der Zukunft und in dem Zusammenhang über den präkären Status der Hoffnung.
00:01:11: Wissermaßen zur kleinen Einführung.
00:01:13: Ich werde mich etwas konzentrieren an dem zweiten Teil auf Überlegungen ob wir unsere Freiheitsbegriffe und damit auch unsere freiheitspraktiken nicht doch modifizieren sollten vor allem im Hinblick eigentlich Also Oberthema der sogenannte Elefant im Raum, wie das Thema oft auch genannt wird die Klimakrise.
00:01:36: In drittem Teil werde ich ein paar Vorschläge machen zur Anpassung in dem Zusammenhang und ich werde Ihnen am Schluss mit einem kleinen alternativen Paradigma die Welt zu sehen konfrontieren denn unsere Praktiken sind nicht zuletzt auch das Ergebnis von bestimmten Narrativen, von fundamentalen Interpretationen die wir der Welt angedeihen oder antun und ich werde eine alternative Sichtweise vorstellen wenn Sie damit einverstanden sind.
00:02:13: Also zunächst nochmal ein paar wenige Gedanken eigentlich über den beklären Status der Zukunft.
00:02:23: Denn ich denke, wenn wir uns ehrlich machen sagen müssen das Flämmchen der Hoffnung mittlerweile nicht allzu sehr strahlt und dass die Zukunftsperspektive uns jedenfalls also nicht verlockend und einladend entgegen kommt sondern viele Menschen sich mittlerweile in einer eher defensiven Haltung der Zukunft gegenüber.
00:02:49: befinden, kürzlich in einer Ausstellung im Kunstmuseum in Wolfsburg oder gab es eine Ausstellung mit dem Titel Utopia und mit dem Untertitel Recht auf Zukunft.
00:03:02: Also gibt das so etwas wie ein Recht auf die Zukunft?
00:03:04: Eine interessante Formulierung also die Frage um sozusagen gibt es ein Recht auch Zukunft wenn wir vielleicht damit aufhören der Natur immer Plündungen sozusagen entgegenzuschicken und also immer nur neue Ressourcen, eigentlich für unsere Selbstverwirklichungsfantasien freizulegen.
00:03:26: Nun in dem letzten kleinen Roman von Robert Minasse mit dem Titel Die Lebensentscheidung stieß ich vor kurzem das Buch ist vor einigen Wochen erschienen auf eine Formulierung die da lautet Vortäuschung von Zukunft Also Vortäuschung von Zukunft.
00:03:44: In diesem Fall handelte sich um den Protagonisten dieses Romans Franz Fiala, ein österreichischer in Brüssel arbeitende Europa-Beamter der nach seinem Entschluss vorzeitig in den Ruhestand zu gehen also die desaströse Mitteilungen bekommen hat er hätte eine unheilbare Krebsniagnose die ihm nur noch ganz wenig Zeit verschaffen wird in seinem Leben.
00:04:12: Er hat keine nennenswerte Zukunft mehr, aber er möchte gerne jedenfalls so lange leben bis seine sehr alte Mutter stirbt damit der den frühzeitigen Tod des Sohnes seiner Mutter nicht mehr antut.
00:04:25: das ist ein wichtiges Projekt.
00:04:27: also er muss versuchen Normalität vor zu gorgeln und es bleibt ihm nichts anderes übrig als ständig Täuschungsmanöver zu mobilisieren.
00:04:37: Teilweise ist selbst Täuschungsmanöver, aber auch seine Mutter gegenüber fremd-Täuschung-Manöver.
00:04:45: Er muss so tun als ginge es ihm gut und er macht gute Miene zum bösen Spiel in dem Zusammenhang.
00:04:53: und man fragt sich eigentlich also ob sozusagen diese Inszenierung uns nicht wissen kann und auch das Sinnbild unserer Realität die Bereitschaft, Zukunft vorzutäuschen um sich selbst und andere mit Täuschungsmanöver zu beruhigen.
00:05:11: Die türkische Autorin-Journalistin Ece Timokuran hat sie ist beflogen vor einigen Jahren vor der türkischen Staatsmacht, die ihr nach dem Leben getrachtet haben und sie führt seit einigen Jahren an sehr unruhiges Dasein als Exilantin in Europa.
00:05:34: Und sie identifiziert ihre eigene exilierte Daseinsweise, muss es im Fremdling geworden sein, in ihrer Lebensumgebung eigentlich mit einer Zukunft von der sie sagt dass sie alle auf uns wartet Wenn man so will, diese, ich weiß nicht ob das ein gutes deutsches Wort ist.
00:05:52: Aber Entheimatung, wenn man so das fremd wird im sozusagen in der eigenen Umgebung und in ihrem Buch Nation of Stranges... Das ist übrigens den deutschen Titel dieses Buches Nation ofstranges was vor kurzem erschienen ist.
00:06:06: Stoßen wir auf eine sehr beunruhigende Vermutung, sie schreibt man könne sich das Eindrucks nicht erwehren und ich titiere also würden wir nicht das betrauen was schon verloren ist sondern dass was wir ganz sicher verlieren werden.
00:06:25: zum ersten mal in die Geschichte schreibt sie trauert die menschheit im Tempus des Futur.
00:06:32: Die Menschheit traumt im Tempus des Futurs trauren ihm voraus und sozusagen nicht wie üblich Generationen lang im Rückblick auf Vergangenes und verloren begangen ist.
00:06:48: Tröstliches ist bei ihr nicht dem Angebot, das heißt anstelle alle Schöne trägt den ständelkünftigen Verlusts.
00:06:56: Es bleibt für sie die Gemeinschaft der Exzellanten jene Menschen, die gewissermaßen zu fremdlingen ihrer eigenen Existenz geworden ist.
00:07:06: Und sie schreibt immer wieder um, aber das ist auch unsere Situation.
00:07:10: Letzten Endes, ich ziehe noch einmal, wir haben Angst, schreibt Edgedim Kuran, dass es nicht genügend Zukunft geben könnte, um für Gerechtigkeit zu sorgen.
00:07:20: Da könnte man sagen diese Feststellung kann man vielleicht probeweiser umkehren und sagen wenn wir für Gerechtigkeit sorgen besorgen wir auch ein Stückchen Zukunft.
00:07:30: Das ist vielleicht sozusagen eine mögliche Perspektive und ich versuche zu dieser Perspektiv in meinem Vortrag ein paar Dinge beizutragen.
00:07:41: Ich werde jetzt dieses Thema Plünderung und Verschonung nicht sofort, um so zu sagen, intenzional direkt quasi moralisch thematisieren sondern gewissermaßen eigentlich eher indirekt.
00:07:54: mit einigen Überlegungen die glaube ich flankierend ganz wichtig sind war letztes Ende dominiert die Frage aber was heißt das jetzt genau?
00:08:02: Im Übrigen die Formulierung habe ich in einem Gespräch mit dem Ökonom Niko Pech mal gehört, der auf die Frage was für ihn typisch sei.
00:08:10: Für die Moderne gesagt hat Plünderaum.
00:08:14: Das ist vielleicht ein etwas eindeutig.
00:08:16: Ein seitlicher Diagnose ab.
00:08:17: jedenfalls ist es eine Diagnosie, die uns zu denken gibt.
00:08:21: Jedenfalls um die Zukunft.
00:08:23: sozusagen ist das nicht allzu gut gestellt.
00:08:27: Ich möchte Ihnen gerne noch einen Satz von Lars Eidinger vortragen der anlässigt dieses Films von Matthias Glasne übersterbend in einem Interview folgendes gesagt hat, Herr Eidinge verspüre ein wachsendes Problem mit unserer Gesellschaft im Allgemeinen.
00:08:47: Ich will nicht allzu fatalistisch klingen sagt Aldinger aber ich habe in den letzten Jahren mehr oder mehr den Glauben an die Menschheit verloren.
00:08:54: Ich habe wenig Hoffnung das es uns gelingen könnte uns aus der jetzlichen Lage zu befreien.
00:09:02: mittlerweile denke Die Welt geht gar nicht unter.
00:09:06: Sie ist schon untergegangen und das was uns umgibt, ist nur noch das Nachblühen Wie wenn man einem Stern am Himmel sieht der schon von Millionen Feiern erloschen ist.
00:09:17: Also eine sehr beunruhigende Diagnose seines Befindens jedenfalls also in.
00:09:25: der Hoffnungskredit Ist für gleichweise klein geworden.
00:09:32: Die Frage ist, wie schaffen wir es gegen diesen minimalistischen Hoffnungskredit etwas Positives dem Entgegen zu setzen.
00:09:43: Kommen wir zum zweiten Teil.
00:09:45: Ich glaube das letzten Endes eine ganz zentrale allerdings auch hoch schwierige und komplexe Begrifflichkeit um die ganze Problematik ein Stück weit kreist, jetzt sozusagen unsere Verständnisse von Freiheit und in welchem Art und Weise wir gewisse Freiheitskorrekturen nicht nur an den Auffassungen, sondern auch an den Praktiken vollziehen müssen.
00:10:12: Um uns sozusagen unser Verhältnis zu uns selbst, zu den anderen und zur Welt neu zu justieren.
00:10:21: Also Sie verstehen was ich meine?
00:10:23: Wir bewegen uns immer auch in bestimmten kategorialen begrifflichen, sprachlichen Gewohnheiten.
00:10:31: Und diese Gewohnheit, die laden uns natürlich auch dazu ein, uns konform diesen Begriff zu verhalten bis wir irgendwann unter Umstände der Meinung sind es gäbe zu dieser Interpretation, zu diesem Begrifflichkeiten überhaupt gar keine Alternative mehr.
00:10:46: und dann befinden wir uns gewissemeistern eigentlich auch in einer Falle wenn wir es nicht mehr schaffen um sozusagen jedenfalls mit anderen Konzepten Überlegungen, uns eigentlich also aus dieser Engführung heraus zu bewegen.
00:11:05: Ralph Kornesmann der wunderbare Kollege aus Kiel hat das von nicht allzu lange Zeit in dem folgenden Satz zusammengefasst wie er seien womöglich die willigen Vollstrecken unseres kategorialen Bezugsystems.
00:11:19: Also die Willigen Vollstrecke unseres Also die Kategorien, diese Begriffe, die uns, wenn man so will, fast zur zweiten Natur geworden sind und zu der es uns sehr schwer gelingt eine Art von alternativer Modifikation einer anderen Interpretation beispielsweise über Freiheit zu formulieren.
00:11:46: Nun ich möchte noch mit ein paar teilweise literarischen Beispielen das nochmal auf die Spur des Problems bringen, vielleicht haben einige von ihnen den Film Die Wand mal gesehen.
00:12:08: Grundlage dieses Films ist ein fantastischer Roman von Marlene Haushofer und also in dieser Film gibt es die folgende, wer muss will fundamental.
00:12:21: Martina Haudek spielt die Hauptrolle in diesem Film.
00:12:24: Also, die Protagonistin geht mit einem etwas älteren Ehepaar ins Gebirge auf eine Hütte und sie kommen abends in diese Hüte an Und das Ehepar möchte noch mal zurück ins Tal um dort ein Lokal zu besuchen, etwas zu essen.
00:12:40: Als die Protragonistin morgens aufwacht ist das EhEPA nicht zurückgekehrt und sie geht raus auf den Weg und will nachschauen bis sie buchstäblich mit ihrem Gesicht gegen eine gläsende Wand stößt, oder auf eine solche Wand stösst.
00:12:54: Und Sie kann diese Wand nicht mehr durchbrechen.
00:12:56: zwischen ihr und der einzigen Welt gibt es zwar eine sichtbare aber undurchdringliche Wald- und jetzt ist sie verpflichtet um zu überlegen, zu überleben, zu improvisieren.
00:13:06: Sie muss mit den wenigen Mitteln die sie hat da gibt es noch eine Kuh, die etwas mildig gibt und es gibt auch ein paar Arbeitsgeräte.
00:13:13: Aber sie muss jetzt in diesen neuen Situationen improvisieren und sich neu justieren.
00:13:21: Die Wand könnte, wenn man so will, auch eine Art von Symbolik an nicht sein.
00:13:26: In dem Sinne, dass wir vielleicht immer noch meinen, es gäbe sie nicht!
00:13:29: Wir könnten durch sie schlauen – das ging ja immer so weiter.
00:13:32: Aber letztendlich sind wir schon längst auf einer Grenze gestoßen.
00:13:36: Und die Frage ist wie verhalten wir uns dazu?
00:13:41: Ich gebe Ihnen zwei Beispiele, um so ein alternativer Art wie man sich grundsätzlich zu diesem Gefühl nicht mehr weit voranschreiten zu können.
00:13:52: Also die Zukunft sozusagen adressiert an uns gerne Versprechen mehr.
00:13:57: Sie ist nicht attraktiv sie ist nicht einladend und wir gehen wieder damit um.
00:14:03: Jorvi Kospodinov, ein ganz bedeutende buggarische Autor hat vor einigen Jahren an Buch geschrieben mit dem Titel Zeit zum Flucht.
00:14:12: Und es ist eine ganz interessante Angelegenheit.
00:14:15: da gibt es in Zürich einen Psychotherapeutin, Gostin heißt er und der hat festgestellt dass Menschen die unter Demenz leiden und Gedächtnis verlusten beginnende Alzheimer-Symptome haben, sich in der Tat – also Sie verlieren Ihr Kurzzeitgedächtnis aber sie können sich manchmal an bestimmte Episoden aus dem Vergangenheit noch sehr gut erinnern.
00:14:42: und als Therapeutikum hat er folgende Idee.
00:14:45: Er nimmt diesen Menschen auf und sie werden wohnen in einem Zimmer das in jede Hinsicht genauso aussieht, genau so riecht, genauso gemalt ist.
00:14:54: mit den Möbeln aus der Zeit an die sie sich noch genau erinnernen können.
00:15:01: Sie leben in einem Erinnerungskokon aus der Vergangenheit.
00:15:07: Dort fühlen die Menschen sich durchaus wohl, aber sie leben mit dem Rücken zur Zukunft.
00:15:13: Auch die Gegend hat es für sie nicht mehr zugänglich.
00:15:16: Aber sie haben sich zurückgezogen in diese rückwärtsgewandte räumliche Ausnahmesituationen, in denen sie sich einrichten und eine Weile fühlen sich wohl.
00:15:26: Das ist ein relativ erforderreiches Konzept.
00:15:30: relativ bald danach werden ganze Wohnungen, ganze Straßenzüge auf diese Art und Weise eingerichtet.
00:15:36: Und wandern Menschen ein in ihrer Lieblingsvergangenheit zu der sie eben noch einen mentalen Erinnerungszugang haben.
00:15:43: Das geht jetzt soweit, dass irgendwann auch die europäischen Staaten auf die Idee kommen sich neu einzurichten und zwar ihre jeweilige triumphale Vergangenheit neu zu inszenieren.
00:15:56: Eine spannende Frage In diesem Roman ist beispielsweise auch welches europäische Land wählt welche Vergangenheit aus als Lieblings-Vergangenheit.
00:16:08: Also Sie merken, dass was Kospodinov sagt ja das ist das Zeitalte der Regression.
00:16:15: also man kehrt die Zukunft den Rücken zu und man versucht sich noch mal häuslich einzurichten in Phasen Vergangenheit und er spricht in dem Zusammenhang von den Luftschutzräumen der Vergangenkeit, die sich aufdrücken.
00:16:33: Also eine regressive Art und Weise.
00:16:35: Das zweite alternative Beispiel, ich denke mal dass einige von Ihnen das wunderbare Buch von Jonathan Lear radikale Hoffnung kennen werden.
00:16:47: ein wunderbar amerikanisch jüdische Kollege Jonathan Leer erzählt in diesem Buch eigentlich über seine frühe Begegnung mit einem Text, wo der Häubling der Krau indigenen.
00:17:09: Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts, Plentecoupes heißt der Häubling mit einem Herrn Lindemann ein ausführliches Gespräch geführt, dann über seine Lebensgeschichte erzählt hat.
00:17:21: Nun muss man wissen dass die Crow quasi eigentlich in einen Reservat eingesperrt werden sollten also wo sie wahrscheinlich das Schicksal einer zunebenen Verweihlosung und Alkoholisierung usw.
00:17:34: erlitten hätten.
00:17:36: Und Plenty Cubs ist eine sehr vernünftige kreative Mann muss man sagen der erschafft Es ist eine Leute zu bewahren vor der Versuchung, man könnte die Vergangenheit wieder herstellen und bei diesem Versuch eigentlich untergehen werden.
00:17:51: Er schafft gewisse Maße und einig sie auf eine Zukunft einzulassen.
00:17:56: Und dabei gibt es eine Stelle von der Jonathan Lear sagt als er diese Stelle gehört hatte als Student übrigens noch hätte dieses Stelle ihn getroffen wie einen Schlag in die Magengrube und das hätte ihn nie losbelassen, hat ihn motiviert später sich tatsächlich intensiver mit den Crow und deren Schicksal zu beschäftigen.
00:18:19: Und ich lese Ihnen diese Stelle kurz vor also etwas was Plenty Cubs dem Interview, also der das Buch über ihn geschrieben hat sagte und es lautet folgendermaßen Ich kann mich zurück erinnern sagt er und dir viel mehr vom Krieg.
00:18:39: Klammer auf, Kriegfühlen und Pferdestellen war eine Hauptbeschäftigung der Kraube.
00:18:46: Ja ich kann dir ja viel mehr erzählen vom Krieg und von Pferdestellen aber als die Büffelherden verschwanden vielen die Herzen meiner Leute zu Boden und sie konnten sie nicht mehr aufheben und danach ist nichts mehr geschehen.
00:19:01: Danach ist nichts mehr geschehen.
00:19:03: Und das genau diese letzte Satz, von dem Klier sagt es traf mich wie ein Schlag.
00:19:07: ich konnte ihn nicht verstehen was er damit meinte weil der Planticups war eigentlich erfolgreich.
00:19:13: also er hat es geschafft um sozusagen doch einen mehr als Überlebensmodus für seine Leute auch zu finden und sie vor allem auf den Pfad eines wichtigen Zukunftsprojektes zu bringen was zunächst noch mal noch undeutlich war aber sie hatte eine Vorstellung von einem guten Veraugen zustreben wollten.
00:19:32: Und dieses Gute, das sie vor Augen hatte – wie wir vielleicht heute sagen, dass Projekte das vorhaben – hat sich letztendlich eigentlich gerettet.
00:19:40: Das ist die Geschichte von einer, wenn man so will auch durchaus erfollegreichen Hoffnung.
00:19:50: Die Freiheitsüberlegungen, die ich jetzt kurz skizzieren möchte, zielen darauf ab in alle Kürze Ein paar Vorschläge zu machen, ein paar Überlegungen an sie zu adressieren wie man vielleicht hin und wieder anders über Freiheit nach.
00:20:08: denken könnte.
00:20:09: Wenn wir über Freiheit sprechen, dann assoziieren wir in einem hohen Maße natürlich eigentlich das Reichweitenpotenzial des Einzelnen die Möglichkeit um sozusagen Gebrauch zu machen von wichtigen Schutzrechten im Üblichen Anspruchsrechte formulierend und realisieren zu können subjektive Rechte zu haben.
00:20:29: Da muss ja eigentlich die Erweitung unserer Lebensspielräume in die möglichst wenig eingegriffen werden sollte nur in Land Situation, so eine defensive Auffassung jedenfalls von Freiheit.
00:20:43: Ich möchte in dem Zusammenhang über drei Aspekte dieser Vorstellung Ihnen kurz etwas sagen, was wir sehr häufig mit Freiheit assoziieren.
00:20:56: und noch einmal ich tu das jetzt nicht, waren mir das, das ist auch akademisch wichtig aber es ist sehr viel wichtiger als nur akademisch, weil es hängt davon auf uns sozusagen wie wir uns mit welchen Praktiken und mit welcher Einstellungen uns einrichten in der Welt, in der wir leben.
00:21:16: Also diese Auffassung sind ein Stück weit Orientierungsbohjen oder wie auch immer die uns manövrieren durch manchmal unruhigen Gewässer unseres Lebens und durch die Entwicklungen, die rasanten Entwicklungen.
00:21:31: Ich nenne drei Begriffe, die müssen Sie sich nicht merken.
00:21:35: Sie klingen vielleicht etwas kompliziert.
00:21:37: Ich nennen sie trotzdem einmal den Negativismus der Freiheit, den Naturalismus der Freiat und den Absolutismus der Freiheitsvorstellung.
00:21:48: Also Negativismus, Naturalismus und Absolutismus.
00:21:52: Negativistismus der geht natürlich auf eine berühmte Unterscheidung von Seier-Berlin zurück, die Unterscheiden zwischen negative und positive Freiheit.
00:22:01: Negativismus der Freiheit heißt im Grunde... Meine Freiheit ist nicht deine Freiheit, sondern sie ist längst möglichst meine Freiheit in der ich meine Reichweite vergrößen kann und in der weder die anderen schon gar nicht das Staat oder ein Kollektiv sozusagen hineinredet wie ich diese Freiheit zu gestalten habe.
00:22:25: Also wenn man so will einen Merkmal von Freiheit es geradezu eigentlich also diese diese Ambitionen und die Möglichkeiten dieser Ambition zu realisieren Also Dinge tun zu können, ohne dass eine Gruppe von anderen Menschen oder Institutionen umsozend in meine Freiheitsspielräume hinein regieren und mich dann anhindern bestimmte Dinge zu tun oder jedenfalls auch vielleicht zu bestimmten Verzichten zumitivieren.
00:22:53: Dies ist ein unheimlich wichtiger Rundannahme des Liberalismus also nicht das FDP-Liberalismus sondern überhaupt des politischen Liberalismus.
00:23:07: Nun ist es oft so, dass mein Asaya Berlin unterstellt das das eigentlich ganz einseitig ist und dass ich gerne darauf ankehme sozusagen eine Art von positive Freiheit zu denken in der vielleicht bestimmte Limiterungen bestimmte Begrenzungen formuliert werden.
00:23:27: Das ist kein fixer Fall weil Berlin sagt an einer wichtigen Stelle könne sein, dass meine Freiheit beruht auf der Not anderer Menschen.
00:23:41: Und wenn das so ist, sagt er dann ist sie ungerecht und unmoralisch.
00:23:47: Buchstilig!
00:23:48: Ungerecht und unmoralisch... Und es müssen bisweilen die Freiheit einige beschränkt werden um die Freiheit anderer zu sichern.
00:23:58: Und er nennt das ein Gebot des Wirklichkeitssinnens heißt es bei ihm ja des Wirklichkeitssens.
00:24:05: Das heißt, schau dir doch die Realitäten an!
00:24:08: Schau dir die sozialen Praktiken, schaue dir die Verwerfungen an in Gesellschaften und dann kannst du noch mal neu anfangen diese Freiheitskonzeption zu buchstabieren.
00:24:18: also der Wirklichkeitssinn.
00:24:22: Also jedenfalls wenn man so will eine deutliche Markierung das allzu große Status und sozialen Unterscheidungen an einer Gesellschaft nicht gut tun.
00:24:34: Bei Jean-Jacques Rousseau in seinem berühmten Schrift über den Gesellschaftsvertrag findet man eine sehr wichtige Formulierung, indem zu sagen da heißt es bei Rousseaux du willst also den Staat Dauerhaftigkeit verleihen?
00:24:50: Du willst den Staat Dauerhaftigkeit Verleihen bringen Die Extreme, soweit wie möglich einander näher.
00:24:59: Dulde weder Überreiche noch
00:25:01: Bettler.".
00:25:03: Das kann man sich merken an diesem Satz.
00:25:05: also dulde, weder überreiche, noch Bettlern sollen versuchen die Extremen sich jene verstüllen.
00:25:11: und man könnte sagen als eines der gewaltigen Probleme in unserer Gesellschaft hängt womöglich auch mit diese Diagnose zusammen das hier Klüfte entstanden sind, die man eigentlich nicht mehr vermitteln kann.
00:25:26: Das sucht so viel zur Aktualität von Jean-Jacques Rousseau.
00:25:29: Der zweite Aspekt über den sogenannten Naturalismus der Freiheit, auch das ist wenn man den Kollegen Christoph Menke in Frankfurt glaubt ein ganz wichtiges essenzielles Merkmal des Liberalismus und zwar wir sind gewissermaßen also mit Freiheit oder mit Freiheitsrechten als freie Wesen geboren.
00:25:56: Also der Naturalismus, man könnte sagen Nativismus der Freiheit.
00:26:00: Wir sind von Geburt ein Freier Wesens.
00:26:04: das heißt es ist vorkommen passend dass was wir tun freiheitsinitiiert ist, freiheitsambitioniert ist und Freiheitsfinalisiert ist.
00:26:16: Freiheit ist im Sorten, dass A, Alpha und Omega dessen womit wir uns beschäftigen und wir sind das von Natur aus.
00:26:25: Also sehr etwas was hier wenn man so will eigentlich durchaus verteidigen können war es uns gehört.
00:26:32: Manche sagten dem zu sagen Moment mal David.
00:26:34: aber etwas Wichtiges vergessen weil jede Freiheit voran geht immer an Ausgang aus Unfreiheit Voraus.
00:26:44: Menschen sind keineswegs als Freie Wesen geboren, sondern die Freiheiten, die sie haben, sind das Resultat von Befreiungen.
00:26:51: In dem Zusammenhang übrigens wird die Bedeutung des Exodus bei ihm sehr stark betont.
00:26:58: also wir sollten uns nicht die historische Gedächtnislosigkeit leisten zu vergessen dass die freiheiten ,die wir genießen, das resultat sind von mühsam anhaltenden Opferreich in Freiheit kämpfen sodass es eine Irgendlaube ist zu bein, wir würden sozusagen in diese Art und Weise geboren werden.
00:27:24: Also wir sollten uns nicht verführen lassen zu meinen, wir seien ja eine Art von Privatautonomie auf die Welt gekommen und das käme jetzt darauf an zur Verteidigung dass niemand in irgendeiner Weise in dem Zusammenhang eingreift.
00:27:39: Nun wissen Sie genauso gut wie ich dass spätestens, wie gesagt der Corona-Zeit aber vielleicht noch nicht davor viele heiß gelaufene Debatten und Streitigkeiten in unserer Gesellschaft immer mit dem Begriff der Freiheit zu tun haben.
00:27:57: Und die Frage ist jetzt umsonst dann, wie geht das Staat?
00:28:00: Mit diesen Ambitionen und mit diesem Ansinnen um.
00:28:07: In dem Zusammenhang würde ich ganz kurz auf eine sehr berühmte einen sehr berühmten Aufsatz zurückgreifen, also nicht um sie akademisch zu belehren sondern um zu zeigen wie wichtig diese Stelle die übrigens von Böckenförde ist an bedeutende Rechtsphilosophische Staatsrechtler mit der Frage Wie geht eine Gesellschaft um wenn man sich die Freiheit prekär geworden ist bzw.
00:28:38: als Konflikte geht.
00:28:44: Und wie lässt sich das regulieren in einem Staat, der sich mit Erfahrung konfrontiert hat, dass es umkämpft ist?
00:28:57: In diesem kleinen Zitat zeigt Böckenförde vier historische Stufen auf und fragt dann jetzt was macht ihr eigentlich damit.
00:29:12: Also die Frage ist, erstens ist es eigentlich überhaupt noch möglich eine Stabilität in einem Staat zu garantieren indem sein Gefüge sakral legitimiert ist?
00:29:28: Also die Koherenz einer Status wird also quasi durchexzessiert, durch eigentlich diese sakrale Verankerung.
00:29:36: Man kann sagen ja das ist eine formoderne Vorstellung, die wir alle kennen.
00:29:47: angenommen, das funktioniert nicht mehr.
00:29:49: Funktioniert dann noch die zweite Stufe?
00:29:51: Die zweite Stufer könnte man sagen, dass ist die Stufe der Aufklärung.
00:29:54: Nämlich die Vorstellung es gäbe vermutlich so etwas wie einen universalistischen Moral, ich versuche es ein bisschen zu vereinfachen, die bei gutem Nachdenken und Reflexion uns einfällt und auf die wir uns einigen können.
00:30:09: Wir sind gewisse Mann alle Inhaber eigentlich dergleich in moralischen Intubitionen Grundsätze.
00:30:19: Also diese natürliche Moral auch da hat Böcke für, das ist eine Zweifel ob das Aufklärungsmodell noch funktioniert, dass die dritte Stufe könnte man sagen, dass sie die sozialdemokratische Stufe, die Kohrenz des Staates beruht hier eigentlich auf der Vorstellung und auch auf dem Vertrauen, dass der Staat in der Lage ist wie es heißt eudermonstrische Lebenserwartung seiner Bürger zu befriedigen.
00:30:45: Also der Staat ist in der Lage, um sozusagen die Glücksvorstellung und von Wohlbefinden und Wohlfahrt, die Bürgerinnen haben abzusichern.
00:30:56: Und dann ist die bange Frage, was geschieht?
00:31:03: wenn auch das nicht mehr richtig funktioniert.
00:31:06: und es heißt in dem Zusammenhang bei Ihnen, wie weit können staatlich geeinte Völker also wir?
00:31:14: Allein aus der Gewährleistung der Freiheit des einzelnen Leben ohne ein Einigendes Band.
00:31:20: Dass diese Freiheit voraus liegt.
00:31:22: Also die Frage gibt es überhaupt ein Einigenes Band was der Vorstellung vorauseht dass wir als Einzelnen frei sind?
00:31:33: Es gibt dieses Band, glaube ich.
00:31:34: Ich würde später etwas dazu sagen.
00:31:40: Also jedenfalls Sie sehen hier deutet sich an dass es vermutlich doch so ist das Freiheit unter den Bedingungen in denen wir jetzt leben und wo sowohl die sakrale Stabilisierung des Staates noch die vernunftrechtliche optimistisch-aufklärerische Stabilisierung Also noch die Gewährleistung von Eudamonie, also von Wohlbefinden und von Wohlvahrt gewährleistet werden kann.
00:32:05: Gibt es eine Möglichkeit quasi, die Koherenz nach wie vor zu bewahren?
00:32:09: Und ich glaube dass wir uns relativ einig darüber sein können, dass das im Moment sehr schlecht aussieht diese Koheranz zu bewahren.
00:32:18: Es sind eher mittelbrot flierende Kräfte, mit denen wir zu tun haben und nicht sozusagen mit dem anderen.
00:32:26: Also die Frage soll es sein wie kann man welche Freiheit so gewährleisten dass der Zusammenhang bleibt zwischen den Bürgern und Bürgerinnen?
00:32:39: Das ist vergleichsweise schwierig weil wir geeicht sind auf eine ganz bestimmte Vorstellung von Freiheit und die ist vor allem defensiv.
00:32:47: Ich habe sie schon kurz angedeutet, also wir sind sehr stolz zu Recht übrigens auf Autonomie, Freiheitsrechte, subjektive Rechte, Schutzrechte Emanzipationen Selbstbestimmung entdecken.
00:33:00: Das sind alles, wenn man sich will, Variationen eigentlich diese Freiheitsauffassung und Sie verdient verteidigt zu werden.
00:33:07: dieser Freiheitsaufwassung aber denke ich mit anderen Mitteln auch mit einer anderen Ergänzung die nötig ist dazu später etwas mehr.
00:33:17: Die dritte kann ich sehr kurz sein, sie ist ein bisschen eigentlich auch schon impliziert also diesen Absolutismus der Freiheit der vor allem heißt Ich bin nun mal Inhaber von subjektiven Rechten, von Grundrechten und von Freiheitsrechten Und in deren Gestaltung und Umsetzung soll möglichst nicht interveniert werden.
00:33:37: Ja, die Freiheit ist gewisse Masse um ein Eigentum und Eigentums sind stückweit Sakro-Sankt.
00:33:45: Also diese Orientierung macht es sehr schwer zu fragen ob es möglich eine alternative Konstruktion dazu gibt, die zumindest ergänzend also quasi ein Korrektiv zu dieser Auffassung liefert.
00:34:03: Zum Schluss zu diesem zweiten etwas längeren Teil Es gibt durchaus Andeutungen, wie man darüber auf eine andere Art und Weise nachdenken könnte.
00:34:18: Also die Frage könnte es sein dass die Gewährleistung von Freiheit in der Zukunft anhergeht mit einem gewissen Maß an bestimmten Einschränkungen von bestimmten Freiheiten?
00:34:35: Sie verstehen, ob das möglich ist.
00:34:38: Christoph Möllers hat in seinem Buch über den Gradualismus der Freiheit einen sehr schönen Vorschlag dazu gemacht und bei ihm vor allem vor dem Hintergrund der Klimakrise.
00:34:53: Der berühmte Elefant im Raum.
00:34:56: Man will die Meta- und Megacrise, die alle Krisen, die wir im Moment teilweise partiell und regional antreffen, natürlich überbieten wird.
00:35:08: Und zu der wir uns in irgendeiner Weise verhalten müssen.
00:35:11: Und Christoph Möller sagt folgendes dazu also die Frage nämlich ob es freiheitsförderend sein kann bestimmte Einschränkungen vorzunehmen an bestimmten Freiheiten Freiheitsförderung durch bestimmte Einschränkungen von bestimmten Freiheiten.
00:35:34: Und er sagt folgendes, man könnte eine Klimapolitik aus Beispiel – aber das ist unheimlich wichtig!
00:35:40: Man könnte auch eine Klima-Politik die Rechte einschränken, auch als Entscheidend für eine kontrollierte und gegen eine unkontrollierte Beschränkung von Freiheit auf.
00:35:55: Ich sage nochmal, man könnte eine Klimapolitik die Rechte einschränken auch als Entscheidungen für eine kontrollierte oder gegen eine uncontrollierte Beschränkung der Freiheit verstehen.
00:36:07: Damit ist gemeint wir haben eigentlich eine Alternative.
00:36:11: Wir können wenn man so will antizipieren Und wenn man es durchaus mit einem hohen Maß an Realitätssinn begabt und gewappnet Überlegungen anstellen, ob bestimmte freiheitliche Praktiken.
00:36:27: Das heißt mit anderen Worten die Art und Weise wie wir malen eigentlich unsere Leben gestalten zu müssen in Hinblick auf die Klimadrohung geordnet das heißt demokratisch wenn man so will eigentlich vermittelt in dem Sinne mir oder wenig konsensual einzuschränken.
00:36:48: Und wenn wir das nicht tun, dann wird es unkontrollierte Einschränkungen diese Freiheit geben.
00:36:53: Beispielsweise durch Naturkatastrophen ja?
00:36:57: Das ist die unkonto- lierte Art.
00:36:59: also Christoph Möller ist nun durchaus revolutionär so wie ich ihn kenne aber es ist auch eine kluge Formulierung.
00:37:05: Sie verstehen gleich sehr gut was er damit war und wir müssen uns ein Stück weit in diesem Zusammenhang entscheiden.
00:37:14: dritte Punkt und den Alletzen will ich noch ein bisschen kürzer halten.
00:37:21: Ich habe von Antpersonen gesprochen als dritter Perspektive, ja seit einige Zeit kann man feststellen dass bei einem Soziologen oder vielleicht auch in anderen Zusammenhängen die Frage gestellt wird ob wir uns mit einem Begriff vertraut machen sollten verwenden sollten, der uns zunächst einmal nicht sehr sympathisch vorkommt.
00:37:49: Nämlich der Begriff der Anpassung.
00:37:55: Der wunderbare Berliner Soziologe-Kollegen Philipp Stab hat vor einigen Jahren einen Buch geschrieben wo er die These zur Debatte stellt beziehungsweise werbt um diese These das gewisse Masse und das Ende der selbst Erhaltungsnarrative, der selbst Entfaltungsnarrative nahe ist.
00:38:21: Also die Vorstellung wir müssen uns immer mehr entfalten.
00:38:23: also wir sind quasi eigentlich auch immer dabei Reichweiten für Größerung zu betreiben und zum Beispiel die Welt anzuschauen.
00:38:30: Es ist immer mehr und es ist sozusagen eine Lebensambition eigentlich auch nichts zu verpassen und man nicht sagen muss ja diese Selbstentfaltung geht bedrohlich mittlerweile auf Kosten der Selbsterhaltung.
00:38:48: Mir fällt das auch schwer, so auszusprechen.
00:38:51: zu sagen könnte es sein, dass unsere Selbstentfaltungskultur wo wie so viel Wert legen noch einmal auf Autonomieselbstbestimmung, Authentizität und dergleichen, dass die ein gewaltiges Selbesterhaltungsproblem schafft nämlich dass wir so viele Ressourcen verbrauchen, um diese Selbstentfaltung zu realisieren.
00:39:19: Dass sie unsere Fähigkeit der Selbsterhaltung zu intiminieren beginnt und Stab besucht das in relativ klaren Worten zu formulieren indem er sagt ja Wir brauchen vermutlich Eine adaptive Gesellschaft, eine Gesellschaft die in der Lage sich an Krisen anzupassen statt sie um sozusagen zu überspielen und sie zu leugnen.
00:39:48: Ich sag Ihnen jetzt nichts Neues wenn ich sage das was wir im Moment sozusagen an den Tankstellen erleben ist genau das Gegenteil von einer Gesellschaft die In-der-Lage ist zur Adaption.
00:40:01: Sondern die eben sozusagen nicht ein defensives Weltfeld in dem sie sagt Wir müssen uns bei bestimmten Dingen vermutlich einstrengend anpassen verlangsamen und dergleichen.
00:40:09: nein.
00:40:10: Wir suchen quasi Atoküberlegungen eigentlich um bloß keine Einschränkung, bloß gerne verzichtet akzeptieren zu müssen und wir denken dann auch nicht so richtig darüber nach wie das auch sozialverträglich realisiert werden kann.
00:40:28: also die Frage um sozusagen nach der Adaptionsfähigkeit unserer Gesellschaft sind wir in der Lage Strukturen der Kooperation und doch der Kommunikation auszubilden die es erlauben, nachzudenken über Anpassungen.
00:40:43: Über Adaptionen.
00:40:46: und es gibt von Jim Bundle, amerikanische Wissenschaftler einen Vorschlag, der hier geht mit vier R, wenn man es auf Deutsch übersetzt jedenfalls also vier Adaption.
00:40:58: einmal Resilienz.
00:41:01: Also wir brauchen sozusagen eigentlich dieses bewegliche Resiliente Verhältnis zur Umgebung und nicht um sozusagen mit dem Kopf durch die Wand und ignorierend, wie die Umstände sind.
00:41:11: Also Resilienz.
00:41:12: das zweite nennt er Relinquishment verzicht, dann Restoration wiederherstellung von Sachverhalten und Reconciliation versöhnung.
00:41:28: Das sind die vier Aspekten also Resilience Verzicht, Wiederherstellung und Versöhnung.
00:41:35: Also versuchen wir mit anderen Worten beispielsweise anhand von diesen vier Kategorien mal zu überlegen was das heißt für unsere Daseins Praktiken Freiheit ausüben.
00:41:51: Und Sie wissen genauso gut wie ich, dass das sehr schwierig ist im Moment über sowas zu kommunizieren.
00:41:58: Frau Glöckl hat schon gesagt, dass sie das infektiöse Wort verzichtet hat in der Ankündigung von meinem Vortrag, das spricht sozusagen mit einer deutlichen Stimme, wie prekär die Angelegenheit ist.
00:42:13: Aber Stab hat an eine Stelle, finde ich wunderbar formuliert Wie wir im Moment auf diese Dinge reagieren, er sagt aus Angst vor dem brennenden Haus.
00:42:27: Aus Angst vor den Feuer verschanzen uns in einem brennenten Haus.
00:42:30: Also das ist glaube ich in der Tat eine falsche Praxis.
00:42:35: Es deutet sich überall um sozusagen.
00:42:37: Diese neuen Verbindungen deuten sich an wie man quasi diese uns lieb und teuer gewordene Selbstentfaltung, Selbstrealisierungsnarrative, wie wir die womöglich anpassen müssen angesichts der gewaltigen Verbrauchen.
00:42:56: Angesichts der Gewaltigen selbst Erhaltungsfolgen eigentlich, die diese Praktiken auch haben könnte.
00:43:03: Also Pierre Charbonnier, beispielsweise der französische Kollege, hat finde ich wunderbare Dinge geschrieben.
00:43:09: Dieses Welt ist von Luxus und Emanzipationen.
00:43:13: Das ist ungemütlich das zu hören, dass da womöglich, wenn man sie will, Korrekturen ermöglicht sind.
00:43:19: So am Schluss möchte ich Ihnen gerne mit einer alternativen Sicht auf die Welt konfrontieren.
00:43:32: Sie ist nicht auf... Ich habe sie bei anderen gelernt bzw.
00:43:38: gerne gelernt, sie ist nicht von mir aber ich finde sie außerordentlich interessant.
00:43:45: Es gab einen französischen Soziologen der vor etwa genau hundert Jahren eine berühmt gewordene Abhandlung geschrieben hat.
00:43:54: Das war der Neffe von Imbel Durkheimer.
00:43:56: Er hieß Marcel Mauss Und es gibt eine ganz berühmte Schrift von ihm, die heißt Esser Syrlodon.
00:44:04: Also einen Esser über die Gabe.
00:44:07: Ja?
00:44:08: Und worum es geht ist folgendes... also Moos hat festgestellt das in einigen, wenn man so will, er nennt es noch primitiven Kulturen.
00:44:19: aber primitiv war auch damals eigentlich kein Schimpfwort sondern eher noch ursprünglich lebende Kultureen.
00:44:31: Das Zusammenleben basierte auf eine bestimmte Praxis und zwar die Praxis des Gebens, des Nehmens und des Erwiderns.
00:44:40: Also diese drei Bewegungen geben, nehmen, erwidern also das Geben von einer Gabe, das Erwiderung zu einem Stil, das Akzeptieren der Gabe und das Erwideren zu einem späteren Zeitpunkt und zwar obligatorisch.
00:44:57: Das heißt, der Zusammenhalt dieser Gesellschaften basierte auf diese Praxis der Gabe, wodurch um sozusagen einen Kreislauf von Verbindlichkeiten entstand.
00:45:12: Jeder hatte irgendetwas gegeben bekommen, hat es akzeptiert und stand in der Verpflichtung zu einer späteren Zeitpunkt wiederum zu erwidern und dadurch schufen die Gesellschaften, wie Moos sagte ein sehr starkes Band.
00:45:30: Man soll das nicht romantisieren ja aber es ist eine Praxis die wichtig ist.
00:45:37: also es war ständig an Umlauf von Gegenständen von Titeln und dergleichen sodass man ein hohes Maß eigentlich an Gleichgewicht in diese Gesellschaft feststellen konnte.
00:45:50: Man nennt sich auch homostatische Gesellschaften, also die wichtigste Sorge war dass man das Gleichgewichts nicht verliert.
00:45:57: Es musste immer wieder erwidert gegeben genommen werden und es wurde streng darüber gewacht, geschah.
00:46:10: Und das Prinzip ist dieses, man schuldet aneinander immer etwas.
00:46:15: Man nennt dieses Konzept doch das Konzept von Gesellschaften der Lebensschuld und das sollte man jetzt nicht verwechseln also mit einer christlichen Schuldübertretung angesichts eines moralischen Norms sondern grundsätzlich.
00:46:31: die Welt ist eigentlich so ontologisch geradezu konzipiert und auch zusammengesetzt, dass das Gleichgewicht die Homostase immer wiederum verletzt werden kann.
00:46:45: Dass es Risse geben kann aber die wichtigste Sorge ist sie zu kitten ja und das geschah umsoz sein über diesen verbindlichen Kreislauf eigentlich auch der Gabel.
00:47:00: Masal Hinaf Ein großartiger französische Ethnologe hat in seinem Buch der Preis-der-Wahrheit, finde ich wunderbares da zu geschrieben an sich über diese Notwendigkeit in diesen Gesellschaften immer wieder dafür zu saugen dass ein Gleichgewicht hergestellt wird.
00:47:17: Das heißt meine Damen und Herren nicht das da immer Gleichgewichte geherrscht haben, das heißt nicht dass es da keine Asymetrien und Herrschaftsverhältnisse gab aber es gab wenn man so will eine Art von Grundkonzeption dass man immer eigentlich für Ausgleich, Verordnung, ja?
00:47:30: Für eine Homostase in diesen Gesellschaften sorgen muss.
00:47:34: Und das heißt vor allem auch es sind nicht-Gesellschaften in denen Marktprinzipien Preise und Geld um sozusagen die Abläufe bestimmen.
00:47:43: Sie sind nicht marktförmig, sie sind nicht konkurrentiell im markteconomischen Sinne des Wortes.
00:47:51: Es gibt zwar ein Lebenskapital Aber das wird von uns allen gehütet und es wird gesorgt, um so zu sagen dass hier nicht so große Defizite entstehen eigentlich im Gleichbericht einer Gesellschaft.
00:48:07: Ich möchte gerne eine Stelle zum Schluss von Marceline Naff ihnen vorlesen in der er gerade eigentlich auf dieser Bedeutung Hinweist eigentlich auch für uns, also die Begrenzung sozusagen der Vermarktung aller Bereiche des Lebens.
00:48:37: Und hinauf sage ich vorhin so.
00:48:39: mit dem Zitat möchte ich auch schließen Wir wissen zumindest dunkel dass etwas Widerstand leistet.
00:48:46: wir wissen das der Markt so sehr den Anspruch erhebt dem unschätzbaren einen Preis beizumessen, niemals dessen Wert wird angegen noch seine Unendlichkeit wird erfassen können.
00:49:02: Wir wissen dass keine kaufmännische Gleichheit den Preis des Lebens der Freundschaft, der Liebe und das Leidens mit ausdrücken kann oder den der Güter des gemeinsamen Gedächtnisses.
00:49:20: Wir wissen ohne es gelernt zu haben, dass nur eine Beziehung bedingungslose Großzügigkeit sich diesem Bereich dessen was keinen Preis hat zur Nähervermarkt.
00:49:34: Vielleicht sollten wir im Sinne dieser Überlegungen der Großzüglichkeit, der Respekt ist um sozusagen vor dem Leben der Freundschaft, der Liebe und dem Leiven überlegen, ob wir da vielleicht noch nicht gewisse Freiheitsvorstellungen, die wir so lieb und teuer bewunden haben.
00:49:53: Hin und wieder neu orientieren sollten.
00:49:56: Bedanke mich sehr herzlich für Ihre Aufmerksamkeit!