Hörenswertes im Bistum Erfurt

Hörenswertes im Bistum Erfurt

Vorträge, Interviews und Predigten

Transkript

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00:00:06: Hörenswertes, Ihr Podcast aus dem Bistum Erfurt.

00:00:09: Und der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Erfurcht.

00:00:19: Herzlich willkommen zum politischen Salon im Kulturhaus Dacher Röden in Erfurg!

00:00:23: Unsere Frage heute – die Energiewende.

00:00:26: rettet sie uns die Zukunft?

00:00:28: Ich bin Ulrich Böhmer und begleite Sie durch den Abend.

00:00:31: Meine Gäste sind Susanne Götze, Journalistin und Autorinnen zB des Buches Die Milliarden Lobby Wer uns von Öl und Gas abhängig macht, guten Abend zu seiner Götze.

00:00:46: Robert Bitnarski seit vielen Jahren im Bund für Umwelt- und Naturschutz also im BUND aktiv und auch verantwortlich jetzt hier als Mitglied des Arbeitskreises Energie des BUND Thüringen.

00:00:58: Begrüßen Sie mit mir, Robert Bitnaski!

00:01:03: Und Markus Bogoczek, Unternehmer aus Südtüringen.

00:01:06: Er war Geschäftsführer der Metalluschen GmbH in Neuhaus.

00:01:10: Schierschnitt ist noch für das Unternehmen tätig und arbeitet auch für andere Unternehmen.

00:01:15: Und er ist Vorsitzender der Diocesangruppe Airport des Bundes katholischer Unternehmer.

00:01:21: Einen schönen guten Abend!

00:01:26: Wir wollen vor allem mit Ihnen ins Gespräch kommen.

00:01:28: wenn Sie Fragen haben melden sie sich bitte bis meine Kollegin Galina Haag mit dem Mikrofon zu Ihnen kommt.

00:01:36: Bitte stellen Sie konkrete Fragen, soweit möglich die auch von unseren drei Gästen hier beantwortet werden können.

00:01:43: Frau Götze was hat sie denn bewegt sich mit Klima und Energie zu beschäftigen?

00:01:48: Hallo Schönen guten Abend erstmal und ich freue mich dass Sie Interesse an dem Thema haben.

00:01:53: wir werden gleich noch hören ob es jetzt gerade viel Interesse oder wenig darin gibt.

00:01:58: Ich glaube ja, dass nicht nur ich daran interessiert bin sondern eigentlich die Mehrheit auch der Deutschen und auch der Europäerinnen und Europäern und gerade jetzt ist es wichtig das wir darüber reden.

00:02:09: Ich habe schon vor über zwanzig Jahren angefangen für das Thema Klimaschutz und Energiewinn nämlich zu interessieren und hab das vor allen Dingen immer journalistisch begleitet.

00:02:19: Eigentlich kam es so aus dieser Bewegung die Globalisierungsbewegung heraus und dann Sozialfohren etc.

00:02:28: Und dann hat sich ja langsam am Anfang der zweitausender Jahre so ein bisschen das Energiewende-Thema rausgeschält, seitdem bin ich eigentlich dabei und ich sage immer Ich habe schon über das Thema Klimaschutz geschrieben als es noch out war, dann immer noch als es in war und jetzt wieder als es out war und Jetzt wird's wieder in.

00:02:46: Also ich hab schon so ein paar Auf und Abs des Themas mitgemacht und denke kann da auch ein bisschen aus der Historie

00:02:53: mit welchen ergebnis?

00:02:54: also haben sie viele artikel geschrieben haben sich auch bücher geschrieben eins wissen wir ja

00:02:59: genau ich habe insgesamt Ich habe neulich mal gezählt, zehn Bücher schon im Thema geschrieben.

00:03:05: Fünf zusammen mit meiner Kollegin Annika Jöres.

00:03:09: und vielleicht nur ganz kurz zu den letzten zwei Büchern weil die auch das Thema ein bisschen heute Abend betreffen Energiekrise, Iran-Krise und wie dann die Energiewende damit zusammenhängen.

00:03:20: wir haben letzten Mai einen Buch rausgebracht also Die Milliarden Lobby was Sie schon erwähnt haben Und da geht es so ein bisschen um diese fossilen Lieferketten.

00:03:27: Also wo wird eigentlich Öl und Gas gefördert?

00:03:29: Wie kommen sie denn zu uns?

00:03:31: durch welche Hälfte Wo blockiert, wo blockieren diese Akteure im Grunde die Energiewende um weiter Profite zu machen?

00:03:40: Das ist ein bisschen das Thema.

00:03:42: Und dann haben sich aber grundsätzlich die Entwicklung überschlagen im vergangenen Jahr, sodass wir als das Buch in Mai rauskommt.

00:03:50: Er kam und hatten wir schon Trump an der Regierung USA – also einen Klimawandel-Leugner – und wir hatten eine Märzregierung mit Katharina Reich

00:03:57: etc.,

00:03:58: und haben gesagt, wir müssen noch was nachlegen.

00:04:00: Alles, was wir in diesem Buch geschrieben haben, scheint jetzt nicht nur zu bewahrhalten sondern auch wirklich zuzuspitzen.

00:04:07: mit Annika unsere erste Streitschrift geschrieben, das ist dann die Sicherheitslüge.

00:04:11: Die kamen dann im Oktober raus weil wir hatten so einen... Wir mussten uns so richtig... Wie sage ich mal?

00:04:17: Mussten es richtig rauslassen.

00:04:18: Weil wir hatten das Gefühl also alles was wir da beschrieben haben als zukünftes Szenario kommt doch schneller als wir gedacht haben.

00:04:25: und im Grunde ist jetzt es kam in Oktober heraus die Sicherheizlüge und jetzt ein paar Monate später muss ich sagen genau dass auf der ersten Seite der Sicherheitslüge beschreiben wird das Szenari der Straße von Hormos das im Oktober.

00:04:38: Und das muss man natürlich sagen, dass wir als Journalisten jetzt nicht irgendwie hellseher sind oder so, sondern wir lesen uns halt die Analysen durch beispielsweise von der Internationalen Energieagentur und die waren ja schon seit Jahren vor diesem Szenario.

00:04:49: also im Grunde haben wir das aufgegriffen und nochmal durchbuchstabiert.

00:04:53: Wenn Sie jetzt auf die zwanzig Jahre zurückblicken, haben sie das Gefühl, dass sie auch was bewirkt haben?

00:04:58: Das ist eine gute Frage.

00:04:59: Es kann man als Journalist vielleicht nicht so gut sehen, wie er als Politiker oder als Politickerin oder wenn man eine Bürgerinitiative hat oder so.

00:05:05: weil jetzt mittlerweile kann man ja ganz gut messen, wer ein liest oder nicht.

00:05:09: das konnte man ja in Printmedien nicht.

00:05:11: Jetzt bei Onlinemedien kann man sehen wie viel Klicks und so weiter Und es kommt so ein bisschen eben auf diesen Interessen, also kommt darauf an wie großes Interesse in der Gesellschaft ist und vor ein paar Jahren zum Beispiel wurden meine Beiträge unglaublich stark gelesen.

00:05:24: Hatte ich das Gefühl jetzt ist es wieder ein bisschen weniger aber es wird jetzt wieder ein bißchen mehr habe ich das gefühl Und ich denke schon, dass man mit Recherchen und auch das Aufdecken von Lobbystrukturen – also wo sie als normaler Bürgerinnen und Bürgern gar nicht durchsteigen können, weil Lobbys eher im Dunkeln hinter den Kulissen agieren.

00:05:43: Da sind wir als Journalistinnen einfach gefragt, das offen zu legen.

00:05:46: Ich würde schon behaupten, dass das schon was macht und dass quasi beispielsweise die Gaslobby oder die Klimabremser-Lobby mittlerweile allen Begriffe ist.

00:05:56: Und ich glaube schon, da haben wir eine Aktie dran mit Annika Juris.

00:06:00: Herr Bitnarski, Sie waren Landesvorsitzender des BUND in Thüringen auch Kreisvorsitzer an Erfurt.

00:06:05: Da liegt es nahe dass sie sich mit Klimaschutz befasst haben.

00:06:08: aber was verbindet sich speziell mit dem Thema Energie?

00:06:11: Schon als zwölfjähriger, vierzehnjähriger in der Zeit habe ich in der Schule und das war damals die Hauptschule mich aufgrund der Motivation unseres Rektors in der Physik, im Physikunterricht mit allem elektronischen und elektrischen beschäftigt.

00:06:32: Das heißt als Schüler habe ich mich schon freiwillig mit Elektrizität beschäftigt hat mich einfach fasziniert.

00:06:41: Dann hab' ich Elektriker gelernt dann wurde ich Elektroingenieur, dann wurde Berufsschullehrer auch nach einer gewissen Ingenieurzeit als Energietechniker für Energietechnik aber auch Soziologische Zusammenhänge.

00:06:56: Denn als Lehrer muss man zwei Studiengänge machen, weil man zwei Unterrichtsfächer zu bedienen hat.

00:07:02: und da habe ich privat mehr getan als normal nämlich auch so zoologisch studiert für meinen Unterrichtfach Wirtschaftskunde Sozialkunde Staatsbürger Kunde also Politik im weitesten Sinne aber nicht Parteipolitik sondern wie unser System funktioniert Und parallel dazu.

00:07:21: während der Studiums In den Siebzigerjahren war der Klapp auf Rom, Grenzen des Wachstums ganz groß.

00:07:29: Dann haben wir als Umweltsoziologie das waren damals in den Anfängen dann auch dem Bericht einer großen Kommission in Amerika global zweitausend gelesen.

00:07:42: Das Buch konnte man nur unter dem Präsen oder dem Tisch bekommen also es war nicht öffentlich und dann wurde der Zustand der Welt des Bodens und so weiter schon analysiert.

00:07:55: Und das hat mich angestachelt, da dann privat weiterzuarbeiten – und das kann man natürlich nur in einem großen Umweltverband.

00:08:03: Da bin ich dem BGND beigetreten und relativ schnell auch in Funktionen gelangt.

00:08:09: Wenn man zwei oder drei gute Sätze zusammenhängt sagt und vielleicht auch beweist, dass man analytische Kraft hat, dann wird man ja auch schnell zum Leitfigur.

00:08:23: Aber das ist alles nichts, wenn nicht die ehrenamtlichen Mitglieder dabei sind.

00:08:28: Ich sehe hier ein Mitglied von uns der uns auch aktiv unterstützt hat während meiner Stadtverbandzeit und hier in Erfurt natürlich auch oder vorher in Schleswig-Holstein.

00:08:38: ich komme aus Schleszig-Holschan.

00:08:39: seit fünfzehn Jahren hier in erfurt habe ich auch im Facharbeitskreisen des BUND mitgearbeitet auf der Bundes- und auf der Landesebene und insbesondere dann eben aufgrund des Berufes im Bundesarbeitskreis.

00:08:53: Und das sind wissenschaftliche Arbeitskreise, wo Physiker, Chemiker, Biologen – weiß ich – jede Profession je nach Fachgebiet vertreten ist aus den Bundesländern in dem Bundes-Arbeitskreisenergie.

00:09:07: Und ganz zum Schluss jetzt in den letzten zwei-, drei Jahren muss man seine Delegierten die ja einmal im Jahr dann in Bad Hersfeld dann die Leitlinien des Verbandes auch mit beschließen, ist es mir gelungen als Thüringer Antragsteller ein wissenschaftlichen Arbeitskreis mit zu gründen sozial-ökologischer Transformation.

00:09:32: Und die befassen sich insbesondere mit dem Warum schaffen wir es denn nicht endlich nachhaltig zu werden?

00:09:39: Das hat nichts mit Technik zu tun und auch nichts mit Ökonomie.

00:09:42: das sind natürlich alles bei Wichtige Dinge und Faktoren, sondern da geht es um gesellschaftliche Konflikte.

00:09:50: Interessenskonflikte, Machtresourcen die die einen haben oder die anderen nicht.

00:09:55: Meine Vorräterin hat das ja auch schon so anklicken lassen.

00:09:59: Herr Borowczyk was ist denn der Bund katholischer Unternehmer?

00:10:02: Ja, der Bund der katholischen Unternehmer.

00:10:05: Da haben sich Unternehmer aus dem Jahr neunundvierzig zusammengetroffen, um die katholie sozialen Lehre dann in aktives Handeln umzusetzen.

00:10:14: Und seitdem arbeitet der Bund sehr erfolgreich an und mit der sozialen Marktwirtschaft.

00:10:22: Es geht einmal um Austausch bei den Unternehmern, bei ganz konkreten Fragestellungen – wie setzen wir das am Ende des Tages dann auch in den Unternehmen, in den Firmen um?

00:10:32: Da sind wir schon beim Thema, denn ich arbeite da in der Industrie, wo der Klimawandel am Ende eines Tages umgesetzt werden muss Und zwar so, dass er in die Prozesse mit reinpasst.

00:10:45: Dass die Produkte die entsprechende Qualität auch am Ende des Prozesses haben und das sozialverträglich umgesetzt werden kann in den Unternehmen und dass wir am Ende des Tages das machen müssen von mittelständischen Unternehmen aus immer noch die größte Anzahl in Deutschland, die eben nicht an der Spitze einer Lobby sitzen sondern Verbraucher sind wie sie zu Hause auch nur mit ein bisschen mehr Umfang.

00:11:16: Metalluschen klingt so ein bissel nach Metall.

00:11:19: also das klingt auch nach viel Energieverbrauch, viel Strom.

00:11:23: Wie viel verbraucht denn Ihre Firma?

00:11:26: Die Metallusion heißt ein Wortspiel aus Metal und Solution, Metall und Lösung.

00:11:33: Die Firma hat sich spezialisiert auf die Zersparnung von Metallen.

00:11:39: Ich kann es vielleicht ein bisschen besser begreiflich machen an den aktuellen Unternehmen, wo ich gerade tätig bin.

00:11:45: Das ist die Alupro.

00:11:46: Die machen das gleiche mit Aluminiumprofilen haben aber hier noch Oberflächenveredelung dabei.

00:11:53: Eloxal also eine Verdichtung der Oberfläche im Aluminum als auch eine Pulverbeschichtung und wir verbrauchen im Jahr so dreihundert achtundachtzig tausend Kilowattstunden also etwas über hundert Haushalte ungefähr eben im Jahr, was wir hier haben.

00:12:10: Welche Folgen hat die aktuelle Energiekrise nun für Ihr Unternehmen und für Ihre Beschäftigten?

00:12:16: Naja das große Thema ist natürlich bei uns immer wenn die Kosten steigen für die Herstellung wie kreieren wir diese Kosten wieder in unserer Kette weiter geben?

00:12:32: Das ist die Frage Nummer eins.

00:12:34: Und da wir auf dem globalen Markt tätig sind, konkurrieren wir natürlich auch mit Unternehmen, die zum Beispiel in der Türkei fertigen.

00:12:47: Wir müssen uns hier die Frage stellen, wie können wir unsere Prozesse so aufstellen?

00:12:53: Dass wir A, den Energieverbrauch möglichst weit reduzieren können um wettbewerbsfähig zu bleiben?

00:13:01: Wie stemmen wir diese Investitionen?

00:13:03: Das ist für ein mittelnachständiges Unternehmen, das in der Regel klassisch Hausbank finanziert.

00:13:08: Es ist immer nicht ganz so leicht, Investitione in energiespare Projekte zu tätigen und bis zur Frage hin ob wir eben verschiedene Prozesse gar nicht mehr anbieten können in Zukunft.

00:13:26: Haben Sie es selber einen Windrad aufgestellt oder haben sie Solarzellen auf dem Dach um das ein bisschen auszugleichen?

00:13:31: Ja, also in den aktuellen Unternehmen ist es so dass wir gerade jetzt erst eine Solaranlage in Planung nehmen.

00:13:39: Wir sind in den Gebäude in Mieteburg gerade produziert wird.

00:13:45: ansonsten sind wir enger in Prozesten auch die ich über die IHK begleite wenn's um Genehmigungen von Windrädern geht Wahnsinnig komplex und auch emotionsbelastet bei Anwohnern.

00:14:00: Auch es ist wirklich in der Tat schwierig für solche Unternehmen, solche Projekte durchzukriegen zumal die Planungszeiten wirklich über mehrere Jahre gehen.

00:14:10: dann hat sich eigentlich das Produkt schon lange wieder wiederholt wenn an die Baugenehmigung endlich vorhanden ist.

00:14:17: Sie haben ziemlich viele Pendler in Ihrer Belegschaft.

00:14:20: wie gehen sie jetzt damit um?

00:14:21: Ja Dazu muss man sagen, ja wir produzieren im ländlichen Raum.

00:14:27: Das heißt eine Anreise von zwanzig dreißig Kilometern ist normal.

00:14:34: das hier Sinn.

00:14:37: Busverkehr ist eingeschränkt verfügbar sehr eingeschrankt wobei auch hier wir das Glück haben in Neuhauschierschnitts einen Schichtbus zu haben kommt auch selten vor dass man das anbieten können, die öffentlichen Verkehrsmittel auch in drei Schichtsbetrieb auf dem Land nutzen zu können.

00:14:58: Und die gestiegenen Spritpreise steigen natürlich eins-zu-eins bei den Mitarbeitern durch und je nachdem ob selbst ein Helferbereich arbeiten ist es dann natürlich auch schon größer Einschnitt für die Mitarbeiter.

00:15:16: Herr Wettnarski was würden Sie den Mitarweitern sagen wie sie das Problem lösen können?

00:15:20: Das Problem ist nicht individuell zu lösen.

00:15:23: Auch Sie als Betriebswirtschaftler können das Problem nicht lösen, sondern es ist ein gesellschaftliches Problem und das ist sehr konfliktreich weil die Interessen unterschiedlich sind.

00:15:35: Wenn wir einen besseren ÖPNV hätten und den müssen wir ohnehin auch aus Klimaschutzgründen herstellen Und wenn der sogar noch elektrifiziert wäre dann hätten wir die Benzin- und Dieselpreisprobleme nicht wenn wir eine Energiewende, und ich möchte es nicht nur auf die Energiewenden beschränken.

00:15:56: Wenn wir eine sozial-ökologische Transformation hätten, die drei Zielkonflikte das ja gibt, nämlich Akzeptanz des Wandels – man muss als Mensch oder als Gruppe oder als Staat oder als transnationale Vereinigung Europa – muss man bereit sein sich anzupassen zu verändern und zwar nicht aus Druck weil da geopolitisch irgendwas passiert, sondern weil man Einsichten hat.

00:16:26: Einsichten naturwissenschaftlicher Art dass wir mit unserer fossilen Industriegesellschaft die wir seit zweihundert Jahren insbesondere nachten Zweiten Weltkrieg rasant auf den Weg gebracht haben mit so viel Massenprodukten und so viele Bullshit der auch erzeugt wird.

00:16:44: aber das mögen andere anders sehen.

00:16:47: Das heißt wenn eine komplett andere Industriegesellschaft wären, dann hätten wir die Probleme nicht.

00:16:53: Dass wir natürlich nicht von heute auf morgen aus diesen Faden, die wir ja mal vor hundert Jahren angelegt haben rauskommen das ist mir doch auch klar.

00:17:02: aber ich komme ehemals aus Schleswig-Holstein und die Däne haben nach der ersten Erdölkrise die Konsequenzen gezogen Die Wärme und die Energieerzeugung in Dänemark ganz anders aufzuziehen.

00:17:16: Wir Deutschen Ja, wir haben billiges Gas aus Russland und manche wollen sogar jetzt wieder das Gas.

00:17:21: Obwohl das ein Diktator erst der Kriegsverbrechen macht ... Wollen Gas aus Deutschland beziehen?

00:17:28: Hauptsache sie können ihr alten Lebensstil weiterführen!

00:17:33: Und diese Dinge mal zu durchdenken und nicht nur Einzellösung die kurzfristig natürlich auch gemacht werden müssen.

00:17:42: ich würde natürlich als Bundesregierung Auch nicht alle Subventionieren mit der Gießkanne, mich braucht man nicht subventionieren.

00:17:49: Weil ich habe eine halbwegs vernünftige Rente auch in der Corona-Zeit.

00:17:55: die drei Hundert Euro hätte man mir nicht geben müssen sondern ganz gezielt betriebswirtschaftlich notwendige Dinge tun damit unsere Wirtschaft nicht total in einmal geht.

00:18:05: aber ich verlangt von Unternehmen auch dass Sie, wenn sie dann in Thüringen keine Windmühlen haben wollen, was sich ja auch zur Kenntnis nehmen.

00:18:12: Dann siedeln Sie doch bitte nach Schleswig-Holstein oder nach Meckbomben!

00:18:15: Wenn Ihre Anlagen abgeschrieben sind, dann kriegen Sie preiswerte Energie.

00:18:20: Also es gibt Handlungsmöglichkeiten sowohl individuell aber es muss eigentlich systemisch gesteuert werden durch Politik und unsere Parteipolitiker.

00:18:30: Und ich mache kein Bashing Als völlig unabhängig denkt der Mensch materiell unabhängig Fachlich glaube ich einigermaßen versiert.

00:18:38: Ich würde die ganzen Prozesse ganz anders machen, ich glaube das jetzt darzustellen im Laufe des Abends noch in Ansätzen.

00:18:50: Ich wollte nochmal kurz darauf eingreifen.

00:18:53: natürlich sind immer Überlegungen da dann muss man eben den Produktionsstandort verlegen Aber so einfach ist es dann auch nicht.

00:19:03: Man hat mindestens eine soziale Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber, ja ich weiß nicht ob wir mit Strafen wirklich weiterkommen?

00:19:11: Ich glaube das ist das Kernproblem warum wir im Klimawandel nicht weiter kommen.

00:19:17: also erstens mal glaube ich dass wir die Lösung in der Industrie finden können und auch finden werden.

00:19:23: Ist Teil des Problems aber auch Lösungen des Problemes die Industrie Und dass Leute hier nicht sofort Himmel hoch jausten sind, wenn sie Windkrafträger sehen.

00:19:34: Das liegt auch an oft einer Desinformation der Menschen vor Ort was da wirklich passiert.

00:19:43: Das können wir nur in einem guten gemeinsamen Mietamander lösen und den Mitarbeitern die Angst nehmen und dem Menschen das wenn wir investieren, dass wir tätig werden im einen Wandelungsprozess dass nicht Angst getrieben machen, sondern eben positiv gestimmt.

00:20:01: Auch das wird einen neuen Wirtschaftszweig ergeben.

00:20:03: auch da werden neue Arbeitsplätze entstehen und es ist im Gegenteil nichts Schlimmes, sondern sogar was sehr Gutes, was auf die Menschen darauf zukommt.

00:20:16: Ich sehe dem Klimawandel, ehrlich gesagt schon so dass man den positiv auch nutzen kann als Schwungrat.

00:20:24: Und wenn wir da gemeinsam daran arbeiten und eben dieses Bashing nicht machen dann sind wir da auf einem ganz großen Weg das zu machen und den Menschen die Angst einfach davon nehmen, dass wieder zurück in die Steinzeit fallen.

00:20:38: Das stimmt nämlich nicht.

00:20:40: Ja ich wollte nur fragen, weil ich kenne Beispiele von Unternehmen genauso wie Ihren in Brandenburg beispielsweise.

00:20:48: Die haben sich schon längst müssen gar kein Windrad aufstellen und an Solarpaneele auf die Dächer gepackt und haben Ballboxen angebracht und ihren Mitarbeitern gesagt okay Wir machen einen Leasing von Elektroautos beispielsweise.

00:21:00: Also die sind jetzt in der Krise überhaupt nicht betroffen, weil halt die Unternehmen selber ihnen eine Möglichkeit bieten vor Ort auch zu laden und somit haben sie im Grunde gar keine Spritpreis oder auch gar keinen Ausgaben für das Tanken.

00:21:13: also dann wo da fürs Laden.

00:21:15: Das finde ich zum Beispiel eine spannende Lösung dass quasi so ein Unternehmen durch erneuerbare Energien und dadurch dass es selber zum Stromprozenten wird Im Grunde seinen eigenen Mitarbeitern aus einem Mehrwert kann?

00:21:27: Deswegen ist die Frage, geht das nicht bei Ihnen oder sind einfach die Eversitionskosten noch zu hoch weil es gibt ja auch Förderungen dafür.

00:21:35: Wo hakt's da?

00:21:37: Es kommt immer darauf an wie viel Energie Sie wirklich dann in der Firma zu welchen Zeiten sie verbrauchen.

00:21:44: Konkret in den Fall in Thüringen kann ich das sagen, weil wir eben auch Wallboxen aufstellen möchten.

00:21:52: Dass aber dann für das ganze Industriegebiet des Traffohäuschern ausgebaut werden muss.

00:21:58: Das ist auch wieder mehrere Firmen angeschlossen und müssen alle wieder zustimmen.

00:22:02: Es kostet eine entsprechende Investitionssumme zu tätigen.

00:22:07: Es ist nicht nur die reine geförderte Maßnahme sondern es drumherum der Infrastruktur.

00:22:12: Deshalb auch da ist es wichtig, dass wir als Unternehmer miteinander sprechen und gemeinsam diese Projekte planen.

00:22:20: Dass eben kleine Firmen dann auch mitziehen können weil wenn sich denn alle dafür entscheiden, ist das schon wieder eine andere Hausnummer.

00:22:27: Aber es ist möglich?

00:22:28: Und Sie sind im Gespräch mit den Umlegenden?

00:22:30: Genau!

00:22:31: Das ist möglich.

00:22:32: und in Gespräch... erstmal die niedrigschwelligste Einstieg erst mal daran zu kommen, die ersten Tätigkeiten zu unternehmen.

00:22:44: Weil halt so eine Solaranlage auf dem Dach, also gerade von Unternehmen das rechnet es amortisiert sich unglaublich schnell schon innerhalb von ein paar Jahren und danach hat man ja auch geringere Stromkosten, also man da noch vielleicht Batteriespeiche etc.

00:22:54: dazu packt.

00:22:55: Das hat ja wirklich unglaubliche Vorteile und gibt einfach ganz viele Unternehmen aus Gründen, die eben genau darin weiß ich so schnell amortisiert.

00:23:03: deswegen war jetzt Und dann hat man auch das Problem mit den Pendlern im Grunde nicht mehr.

00:23:07: Oder zum Beispiel auf ein Elektrobus, wenn sie sagen Sie haben so einen Schichtbus was ich ja auch großartig finde dass nicht jeder mit seinem Auto da hinfahren muss kann man ja auch ein Elektro Bus anschaffen.

00:23:15: Ich weiß auch wieder eine Anschaffung aber auf längere Sicht weil wir wissen ja nicht wann diese Energie oder also Öl und Gas mag Kapriolen irgendwann mal aufhören.

00:23:24: Perspektivisch wäre es ja wirklich gerade jetzt der Moment darauf zu setzen vielleicht die anderen Unternehmer zu überzeugen davon

00:23:31: Ja, Sie haben ja viele Beispiele jetzt aufgezählt die auch hier wirklich schon weit umgesetzt werden bei vielen Unternehmern.

00:23:40: Man sieht ja dass sich die Unternehmer den Aufgaben dann auch stellen und in die Investitionen hier gehen.

00:23:51: Wie gesagt, das ist aber erst der erste Schritt, der kommen muss.

00:23:53: Die wirklich schwierigen Fragen werden dann wirklich... ...wie man es in der Stahlindustrie zum Beispiel umsetzen kann.

00:24:00: Das sind dann die großen Herausforderungen, wie kommen noch?

00:24:03: Aber ich finde gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen,... ...die auch der Regionen sehr verbunden sind, den Menschen, die bei ihnen arbeiten, sehr verbundet sind.

00:24:12: Es sind die Touren schon sehr viel und aus einer kleinen Stellung heraus.

00:24:16: Das muss mal wirklich auch mal positiv erwähnen, dass da keine Verweigerungshaltung auch ist bei den Unternehmern.

00:24:25: Aber ich würde das wirklich spannend weil ich habe mich auch gefragt als Sie es von erzählt haben wie Ihre Betrieb funktioniert etc.

00:24:29: und was sie herstellen?

00:24:30: Da frage ich mich also kann man da auch nicht nur mit den Solarpolinen auf dem Dach beim Stromverbrauch sondern kann man dann auch im Prozess der Herstellung quasi auf Erneuerbare umstellen?

00:24:39: Ich weiß nicht was es bei Ihnen ist Es ist bei Ihnen Gas Was Sie nutzen.

00:24:42: Kann man das durch Wasserstoff perspektivisch ersetzen oder wo so der Potenziale für Energie einsparen.

00:24:48: Also Effizienz, genau weil das ist ja die Frage auch bei Stahl.

00:24:51: also wir haben ja Duisburg es wird ja schon in die Richtung umgestellt grüner Stahl etc.

00:24:56: Da gibt's ja auch Lösungen Ja ich weiß mit großen Subventionen noch verbunden aber es gibt hier erste Ansätze.

00:25:01: und wie ist das bei Ihnen denn?

00:25:04: Also sprechen wir jetzt rein von dem Bereich der Zersparnung.

00:25:08: Ist es Strom, das wir verwenden?

00:25:10: Da ist mit einer PMV-Anlage wirklich auch schon viel getan.

00:25:16: Hier ist eher die Frage die ganzen Kühlschmierstoffe.

00:25:19: Wir haben sehr viele Kühlenmittel in den Spindeln.

00:25:22: Die werden warme im Verarbeitungsprozess immer gekühlt werden.

00:25:27: Es wird für den Verarbeitungsprozess viel Druckluft verwendet.

00:25:31: Das ist eigentlich die schlechteste Energieform, die man verwenden kann.

00:25:36: Da gibt es in dem Prozess schon viele Fragen und Ansätze Gott sei Dank auch, wo man darauf eingehen kann und den Prozess verschlanken kann.

00:25:49: Problem ist immer wenn das alle Unternehmen weltweit machen – ist das immer eine gute Geschichte!

00:25:56: Wir stoßen immer dann auf Problemen, wenn wir mit einem Ungleichgewicht auf dem Markt agieren müssen.

00:26:02: Wenn im globalen Wettbewerb eben das nicht gefragt ist, weil in die Investitionskosten so eine Maschine werden natürlich auch höher.

00:26:10: Noch viel schwieriger wird dann die Frage, bin ich in der Oberflächenveredelung unterwegs?

00:26:14: Bin ich sowohl Gassturm als auch Druckluft verbraucht?

00:26:20: gar nicht produktiv arbeitet, also keine Teile rausfallen.

00:26:25: Weil verschiedene Chemikalien in den Becken, die müssen permanent beheizt werden, die müssten permanent belüftet werden.

00:26:32: dass sie die Sache funktioniert.

00:26:34: da ist es natürlich dann schon wieder eine ganz andere Frage was hier noch gemacht werden kann.

00:26:39: Sie haben es aber gerade angesprochen.

00:26:42: Thema Wasserstoff.

00:26:44: im vielen Bereichen kann der eine oder andere bereichten Lösungsansatz sein.

00:26:48: Sonneberg ist da mit den Heisorn-Institut auch wirklich ein Vorreiter, das ist ein Institut und es beschäftigt sich damit Entwicklungen aus den Universitäten in die Prätriebereien zu kriegen dass diese praktisch aktiv in ihren Prozessen einbinden können und hier einen Knowhow-Transfer stattfinden kann.

00:27:11: Solche Projekte bräuchten wir viel mehr und zwar verteilt in der Fläche, zentralisiert irgendwo.

00:27:16: Aber Wasserstoff produzieren verbraucht er auch wieder unheimlich viel Energie?

00:27:20: Genau!

00:27:20: Auch eine sehr teure und edel Champagner der Energieerzeugung.

00:27:27: Das wissen wir auch dass man Überschussstrom, der nicht unmittelbar gebraucht wird natürlich auch den Wasserstoff umwandeln kann.

00:27:35: aber davon Auszugehen, dass jetzt Wasserstoff die Lösung aller Energieprobleme ist.

00:27:43: Das ist im Grunde genommen Bequemlichkeit aller, die in ihren alten Prozessen bleiben wollen.

00:27:49: Egal ob sie Autos fahren wollen oder Wasserstoff zum Heizen nutzen.

00:27:54: Sie werden eher für Fluchtzeuge, für Schwerlastindustrie und Stahlerzeugung Chemie.

00:28:00: Wasserstoff ist so kostbar aufgrund der schlechten Wirkungsgarde und damit auch sehr teuer.

00:28:06: Woher kommt er?

00:28:07: Wollen wir uns wieder abhängig machen von Tunesien, von OSIFO aus Nordost wo man vielleicht ein bisschen günstiger Wasserstoff herstellen kann.

00:28:17: Also auch geopolitisch spielt da eine Rolle wenn wir das nicht im eigenen Lande erzeugen können wollen weil wir die Windräder nicht haben wollen.

00:28:26: um vielleicht nochmal zu ergänzen natürlich bin ich auch dafür Akzeptant zu erzeugt und Akzeptanz macht man auch so zoologisch und gesellschaftspolitisch.

00:28:37: Und nicht nur durch gut zu reden, alle nett und friedlich miteinander sein sondern ich muss auch wirklich den sozialen Ausgleich vor erschaffen bevor ich wenden in der Energiewende Landwirtschaftswende oder sonst was mache aber das nur mal als Nebensatz.

00:28:52: Die Wasserstoff haben wir nicht.

00:28:54: Wir wissen nicht in welcher Menge?

00:28:56: Wir wissen zwar dem Bedarf für die speziellen Industrien Für die müssten wir es erzeugen Aber da möglichst europaweit innerhalb Europas, um nicht wieder geopolitisch abhängig zu werden und er wird wahnsinnig teuer werden.

00:29:09: So dass wir alle unseren Grips anstrengen müssen so viel wie möglich zu elektrifizieren nur da wo es chemisch oder vom Prozess von der Prozesstechnik nicht geht für die müssten wir Wasserstoff herstellen auch abgeschalteten Strom zum Beispiel umzuwandeln.

00:29:32: Es ist systemisch zu denken.

00:29:34: Und bitte, das höre ich jetzt auch wieder aus dieser betriebswirtschaftlichen Diskussion die ich nicht abwürge und auch nicht minderwertig erachte jeder soll und muss beginnen aber es fehlt mir die Steuerung die konsistente Steuerung durch Rahmenvorgaben, nicht bis ins letzte Betriebsdetail.

00:29:53: Darum geht es überhaupt nicht und diese Steuerung ist in einer pluralen Gesellschaft mit unterschiedlichen Interessen und auch Wirtschaft ist nicht überall gleich stark.

00:30:02: Es gibt die Konzernen, es gibt die großen Mittelständler, sie stehen im Wettbewerb auch mit internationalen Dingen aber das war schon immer so.

00:30:08: eine Republik der Chefbaus war zum Beispiel Auch immer getrieben von Preisdampeln aus China, woher auch die Schiffe sonst immer hergestellt haben.

00:30:20: Gegen die kann man nicht konkurrieren.

00:30:21: Da kann man nur im Außenbereich Zölle erheben.

00:30:24: oder wer im Vergleich zu unseren Umwelt- und Sozialstandards produziert in der Welt, wo auch immer der muss wenn er hier Produkte einführen will eben durch Zöllen.

00:30:35: Und ich bin kein Trampianer ganz gezielte Zöller dazu gebracht werden, dass unsere Wettbewerbsfähigkeit bleibt.

00:30:43: Also es ist sehr komplex das ganze System.

00:30:46: Ich will Sie schon mal zwischendurch ermutigen sich zu Wort zu melden.

00:30:49: ihre Fragen zu stellen kam jetzt ja schon eine kurze Wortmeldung.

00:30:53: sie hatten zum Mikrofon gegriffen wollten glaube ich noch was sagen aber sehr gerne auch fragen von Ihnen.

00:30:58: Ja, also ich wollte noch mal ganz kurz darauf eingehen auf den Wasserstoff.

00:31:03: Das ist natürlich richtig dass der Wasserstoff jetzt nicht in breiter Masse überall eingesetzt werden kann das macht auch gar keinen Sinn wird aber eine deutlich bessere Rolle haben in der Industrie und es wird in der nächsten Zeit auch massiv umgesetzt werden weil man ihn dann auch gut transportieren kann und das macht in verschiedenen Weißen Sinn.

00:31:27: Sie haben es angesprochen, man kann eben diese Energie die ich momentan produzieren kann einfach zwischen Speichern.

00:31:34: Wasserstoff hat auch die schöne Eigenschaft dass reiner Sauerstoff produziert wird beim Verbrauch.

00:31:39: den kann nicht auch wieder nehmen.

00:31:41: wenn ich den filtern kann kann ich den auch sogar im Krankenhäuser für die Beatmung zum Beispiel einsetzen was ja auch gerade an der Testanlage gearbeitet wird.

00:31:51: das zweite Punkt sie mit Zöllen kann ich die inländische Industrie eben nicht schützen.

00:31:57: Wir haben unser, achtzig Prozent unseres Exportvolumen ist aus der Industrie heraus.

00:32:03: also unser Markt findet dann eben in anderen Ländern statt leider auch in Ländern die das die Energiewende nicht so ernst nehmen wie sie es sollten.

00:32:16: Das heißt Zölle bieten der deutschen Industrie keinen Schutz Und deshalb ist es wichtig, dass wir Lösungen finden die wirtschaftlich sinnvoll sind.

00:32:31: Die eben die deutsche Wirtschaft auch als wirklich Vorbildfunktion dann etablieren.

00:32:38: Dann ziehen auch andere Länder mit hinterher.

00:32:42: Frau Götze Sie hatten von Ihrer Berichterstattungskarriere in Sachen Klima und Energie berichtet.

00:32:49: Erst hat es keinen interessiert, dann hat es viele interessiert.

00:32:52: Dann kam wieder mehr Kritik rein.

00:32:54: jetzt denken sie wird das Thema wieder mehr interessieren.

00:32:57: Was ist denn schief gelaufen in den letzten Jahren?

00:33:00: Wie konnte sich sozusagen die Erzählung dass es vielleicht doch kein Klimawandel gibt und dass der Mensch eigentlich damit gar nichts zu tun hat?

00:33:08: wie könnte sich das wieder nach vorne drängen?

00:33:11: was denken Sie

00:33:11: genau?

00:33:12: also ist ja erst mal Was mal Positives zu sagen ist, als ich angefangen habe so in Anfang der zweitausender über Klimaschutz und Energiewende zu berichten hat das im Grunde nur eine sehr kleine Bubble interessiert.

00:33:24: Und auch unter Journalisten war man da ziemlich einsam auf weiter Flur.

00:33:31: Das ist schon ein großer Unterschied zu dem wie es heute ist.

00:33:33: also Heute gibt es Umwelt- und Klima Seitenentageszeitungen Es gibt eigene Ressorts die das bearbeiten Und im Grunde spielt das Thema Klimaschutz in von der Wirtschaft über Wissenschaftsressort, also in Zeitungen.

00:33:47: jetzt ein bisschen zur Kultur.

00:33:48: Also überall selbst beim Sport spielt das eine Rolle.

00:33:52: Das heißt es ist absolut präsent und das liegt natürlich vor allem daran dass wir Fünfzehn, den Pariser Weltklimavertrag hatten.

00:34:00: Das heißt, zweihundert Länder haben offiziell das als Problem anerkannt und diesen Vertrag geschlossen oder es ist Abkommen geschlossen.

00:34:08: Und danach hat die Energiewende wirklich auch an Fahrt aufgenommen.

00:34:11: Es war ein Signal an die Märkte, an die erneuerbare Energienindustrie

00:34:14: etc.,

00:34:15: und dann kamen mit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn Neunzehn eben die Klimabewegung, die es ja so vorher im Grunde überhaupt nicht gab also Stichwort Luisa Neubauer et cetera in Deutschland aber auch europaweit.

00:34:26: Es gab Massen-Demonstrationen.

00:34:27: Im September, im September waren Millionen Leute auf der Straße.

00:34:31: Kann man sich jetzt fast gar nicht mehr vorstellen?

00:34:34: Das heißt das Thema was diese Bewegung oder was es aber geschafft hat also bei Klimaabkommen plus im Hochlauf der erneuerbarer Energien und Klimabewegungen ist dass dieses Thema trotzdem im Mainstream angekommen ist.

00:34:47: trotzdem sagen.

00:34:48: Also im politischen Mainstream kann sich kein Politiker mehr leisten, nicht mehr darüber zu sprechen und im Grunde auch keinen Unternehmer oder keine Unternehmerin.

00:34:57: Das heißt es ist wirklich ein ganz anderes Bild als vor zwanzig Jahren, als ich angefangen habe.

00:35:01: das ist erstmals positive.

00:35:03: Gleichzeitig bin ja eigentlich auf dem Haus aus Historik gerinnen und wenn man so historische progressive Bewegung anschaut, wie sie sich entwickelt haben oder wenn neue Ideen oder Veränderungen in der Transformation es gab.

00:35:16: War's immer so man hat eine progressive Bewegung und die produziert wieder eine Gegenbewegung.

00:35:22: ja das ist immer so dass es quasi immer ein Rollback gibt weil natürlich die sogenannte andere Seite in dem Fall halt Klimaleugner Und ich sage es mal Labidal, die fossile Lobby.

00:35:32: Das heißt alle, die im Grunde mit der Verbrennung von Ölgas und Kohle Geld machen, die ganze Sache verzögern wollen und versuchen einfach ein Gegengewicht zu stellen.

00:35:41: In der Phase sind wir jetzt zum Teil nicht ganz – also ich würde sagen ist auch nicht so schwarz-weiß-, aber wir haben schon einen gewissen Rollback von dieser Seite, die quasi diese Energiewende und Klimaschutz Bewegung in den Gesellschaften stoppen will.

00:35:58: Aber ich glaube, dass auch diese Seite weiß, dass sie im Grunde nicht mehr stoppen kann sondern nur noch verzögern.

00:36:04: aber sie setzen trotzdem ganz stark auf.

00:36:06: dieses Verzögern und Das, das gerade jetzt kommt hat verschiedene Ursachen.

00:36:13: Eine Ursache ist auch daran zu sehen dass wir halt diese Multi in einer Multikrise sind oder Polykrise sind im Grunde seit Corona also erst Corona dann Ukraine Krieg eine Energie Krise und es immer schwierig in Krisen progressive Ideen oder Veränderungen voranzubringen.

00:36:30: Die Leute bleiben dann lieber beim Alten, wollen keine Veränderung sind verängstigt und es gibt immer die Populisten, die Krisen eben ausnutzen wissen wir alle.

00:36:38: vor hundert Jahren haben wir alle noch deutlich vor uns was da passiert ist.

00:36:43: also Populissen nutzen das aus für ihre Sache.

00:36:46: Und genau dass passiert in Richtung also AfD beispielsweise oder auch Trump haben wir alles schon genannt.

00:36:52: Das ist so meine historische Analyse, warum das gerade jetzt passiert.

00:36:57: Gleichzeitig was aber vielleicht anders ist als bei anderen auch vor hundert Jahren mit dem Faschismus der dann quasi... ganz Europa übergeschwappt ist oder so, was jetzt anders ist glaube ich.

00:37:07: Ist dass wir weltweit einfach diesen Hochlauf an der Neuerbahn in Energien haben.

00:37:13: und ich kann das gar nicht genug betonen wenn man sagt ja hier interessiert sich irgendwie keiner mehr für die Energiewende.

00:37:19: Das ist also erstens stimmt es nicht und zweitens ist das auch eine Erzählung würde ich sagen von eben diesen Populisten Dass sich jetzt keiner mehr dafür interessiert ist es auch ein Narrativ was gestreut wird weil wir weltweit einen Hochlauf haben.

00:37:36: Also das, was an Energiekapazitäten weltweit zugebaut ist, ist fast nur erneuerbar!

00:37:41: Also es werden kaum mehr fossile Kapazitäten zugebaut, also schon noch in China mit ein paar Kohlekraftwerken etc.

00:37:47: Aber das steht in keinem Verhältnis dazu was an Windkraft, also Windparks, Solar-Kraftwerke, Geothermie, Batterie-Speichern etc.

00:37:55: zugebaut wird.

00:37:56: Es sind unfassbare Dimensionen.

00:38:00: Das heißt in ganz vielen Ländern bricht sich diese Energiewende... gibt es einen Durchbruch dieser Energiewende aufgrund eben von auch betriebswirtschaftlichen oder volkswirtschaftlichen Gründen, weil erneuerbare Energien also wahnsinnig günstig sind und weil sie eben dieses Dessevelli was man so hat bei neuen Technologien die quasi entwickelt werden.

00:38:20: Und dann rentieren Sie sich nicht, dann gehen Sie erst wieder runter, weil das schon durch ist!

00:38:24: Also wir haben ein Hochlauf von diesen Technologinen und Ökonomen und Politikerinnen und Politikern Unternehmer aller Welt wissen.

00:38:33: Solarpanele aufs Dach packen ist überhaupt nicht mehr die Frage.

00:38:35: Natürlich ist das das Beste, natürlich rentiert sich das und es wissen im Grunde alle Und ich bringe mal so ein ganz schönes Beispiel also selbst FDP-Politiker und FDP- Politiker.

00:38:46: in der letzten Energiekrise als sie dann gefragt wurden was sieht uns der Haus von einer Heizung waren haben Sie teilweise gesagt dass sie eine Wärmepumpe haben.

00:38:52: Also diese Logik ist einfach nicht mehr zu leugnen Und das, glaube ich ist anders als in anderen Rollback-Situationen in der Geschichte.

00:39:03: Dass wir ja einfach so überzeugende Argumente haben dass es wirklich zwar die ideologischen Rollback gibt aber der ist so ideologiegetrieben dass er sich auch gegen diese volkswirtschaftliche Logik nicht aufhalten kann glaub ich.

00:39:17: Gibt's Fragen aus dem Publikum?

00:39:19: Also ich sehe die Sache nicht ganz so optimistisch.

00:39:22: wenn sie mehr Energie erzeugen rentabel oder nicht rentabel am Anfang, wird der Gesamtenergieverbrauch steigen weltweit.

00:39:30: Wenn Sie allein daran denken was für Energien eigentlich mit elektrischen Speichern gespeichert werden können dafür wird aber der Aufwand für neue Technologien auch nur an diese großen Datencenter denken KI und zwar sofort.

00:39:49: Der Energie Verbrauch wird nichts sinken.

00:39:51: deswegen sehe ich das nicht so optimistisch dass wir Solar und mit Windkraft einen wesentlichen Umsprung erreichen werden.

00:39:59: Es wird einfach nur mehr verbraucht werden!

00:40:01: Und dann bin ich deswegen auch nicht so optimistisch, die Akzeptanz ist in meinen Augen stark abhängig von dem Atmotisierungszeitraum.

00:40:12: Wenn Sie dran denken – man hat das an der Industrie ja meistens untergeschoben – warum soll ich mir einen neuen Kühlschrank kaufen?

00:40:18: Das spielt sowieso keine so große Rolle oder irgendwas anderes Neues.

00:40:22: Für die Industrie ist das gut, sie müssen was produzieren.

00:40:25: Aber wann hat sich denn das für den Einzelnen – das können Sie auch für die ganze Betriebe runterbrechen oder hochbrechen – amortisiert?

00:40:33: Ich bin nicht der Meinung dass ich das so schnell amortisiere wie Sie da sagen.

00:40:37: Wenn Sie irgendetwas kaufen weil es kaputt ist Da ist der Akzeptanz groß.

00:40:42: Dann kaufe ich mir wirklich was Sinnvolles, was sparsamer ist.

00:40:46: aber ich kaufe mir doch keine Waschmaschine wo sowieso der Energieverbrauch durch das Aufwärmen des Wassers entsteht und nicht durch eine bessere Waschmaschine oder einen Kühlschrank, der besser isoliert ist.

00:40:57: Das sind ja Peanuts verglichen damit was ich bezahlen muss für ein neues Ding, was ich eigentlich nicht unbedingt brauche bei Reparaturen – nicht mehr möglich!

00:41:08: Ist ja auch bestimmt der Industrie geschuldet.

00:41:11: dass manche Dinge eben dann nicht mehr repariert werden können aber auch nicht sinnvoll ist Da ist die Akzeptanz groß.

00:41:17: Aber in vornherein etwas Neues mir anschaffen, was weniger Energie verbraucht... ...aber das rechnet sich erst in zehn Jahren oder fünf Jahre.

00:41:26: Das hängt ja vom Produkt ab!

00:41:27: Deswegen bin ich da nicht so optimistisch dass das so schnell gehen wird weil die Akzeptanz nicht so da ist und der Energieverbrauch auch durch die modernen Energieerzeugungsmethoden nicht unbedingt sinkt.

00:41:41: Also ich teile Ihre Analyse wenn ich es betriebswirtschaftlich betrachte und nicht Geld im Überfluss habe, und mir Geräte aufgrund des Klimaschutzes kaufe, das überall A-III Plus hat.

00:41:54: Das haben die meisten nicht als Geld um so selbst einen Beitrag, schnelleren Beitrag zum Klimaschutz zu machen.

00:42:02: Wenn ich das also betriebtswirtschaftlich gerade im Gewerbe oder in der Industrie aber auch die Kommune mit ihren Betrieben.

00:42:12: Ich bin nun auch Haushaltbürgermeister, ich bin auch in vielen Gremien dieser Stadt.

00:42:16: Auch im Stadthaushalt mit diesen ganzen Dingen beschäftigt Gebäudesanierungen und solche Dinge.

00:42:23: Wenn wir den Einzelbetriebswirtschaftlichen Gegebenheiten unterliegen wie die Spielregeln derzeit sind wird es auf die Schnelle keine Energiewende geben.

00:42:34: Natürlich haben wir seit, weil sich die neunziger Jahren seit dem ersten erneuerbaren Energiegesetz wo viel Subvention, aber im Vergleich zur Atomsubvention die wir ja auch hatten fast nichts.

00:42:48: Also das waren dreizig Milliarden glaube ich bisher für die Erneuerbaren.

00:42:52: also es ist schon ein rasanter Anstieg technologisch und auch einen Preisverfall in der Herstellung oder Preiseffizienz in einer Herstellung von bestimmten Techniken hat stattgefunden.

00:43:04: Aber insgesamt liegen wir Und Energie ist nicht nur Strom ist die Hersteller von Kraftstoffen, von Schmierstoffen.

00:43:12: Ist das Heizen?

00:43:13: Prozesswärme!

00:43:14: Wir liegen derzeit erst bei twenty-fünf Prozent unseres Gesamtbrutte-Energiebedarfs.

00:43:20: aber eigentlich müsste man ja netto weil bei der Verbrennung wird die Hälfte des Energiebedarfes ja in Wärme umgesetzt.

00:43:27: wir liegen erst beim twenty fünf Prozent erneuerbaren Energien über alle Bereiche hinweg.

00:43:32: und Paris so schön es war und isst an den Klimazielen Da können sich alle erfreuen.

00:43:40: Und Gott sei Dank haben wir uns Ziele gesetzt, aber der Sachverständigenrat für Umweltfragen und der Bundesregierung hat uns im Jahr zwanzig, also vor zwei Jahren schon gesagt, unser CO-Budget für Deutschland ist aufgebraucht.

00:43:55: Das heißt die einen Prozent fünf Grad können wir gar nicht mehr erreichen!

00:43:59: Jetzt geht es darum dass wir tatsächlich jedes Zehntel darüber hinaus nicht erreichen.

00:44:05: möglich ist, einst und siebzig nicht.

00:44:08: Und dazu müssen wir viel viel schneller werden.

00:44:10: und das geht eben nicht betriebswirtschaftlich individuell mit den alten ökonomischen Abschreibungsregeln und solche Dinge.

00:44:18: Wir versuchen dass Problem der Industriegesellschaften mit auch ihren ökonymischen Spielregeln auf neue Technologien und neue Marktverhältnisse und andere Verhaltens Veränderung, die wir natürlich durch soziale Akzeptanz bewirken müssen.

00:44:36: Aber auch durch Verbote!

00:44:38: Das sage ich ganz ausdrücklich.

00:44:40: um Ihren zweiten Punkt aufzugreifen Wenn alle Menschen acht Milliarden demnächst zehn moralisch das Recht haben den Wohlstand, den wir in Europa und Amerika hoffentlich nicht aber so im Durchschnitt OECD-Ländern erreichen wollen dann brauchen wir Ressourcen Energie die Welt gar nicht hat, den Erdoverschutz, oder Erdoberschutz, den wir jedes Jahr eher haben.

00:45:05: Immer im Mai jetzt schon.

00:45:07: Den halten wir auf der Welt nicht durch!

00:45:09: Wir haben nur diese eine Welt und das Umweltbundesamt sagt uns von der sechzehn Tonnen Ressourcengesellschaften, die wir sind müssen wir auf die Hälfte zurück.

00:45:19: Das heißt es ist nicht nur eine Decarbonisierung einzureichen sondern auch eine Dematerialisierung und das heißt Postwachstum.

00:45:27: Und die Gesellschaft muss demokratisch erst mal erfunden, erdacht werden und funktionieren auf demokratischen Wege.

00:45:35: Und daran arbeiten wir als BUND.

00:45:37: Es ist nicht so leicht diese demokratische Gesellschaft plurale Gesellschaft in eine Postwachstumsgesellschaft umzuwandeln.

00:45:46: Da müssen wir alle mitnehmen dass wir dann persönlich vielleicht ja aber das ich dann oder wir Marktwirtschaft und alles zu regelt am Markt, vielleicht auch gesteuert am Markt.

00:45:58: Ordulliberalismus – damit kommen wir nicht weiter!

00:46:01: Glauben Sie mir!

00:46:02: Es gibt enorme Effizienzgewinne in den letzten dreißig Jahren.

00:46:06: Das kann man einfach nicht, also vor allen Dingen bei vielen Geräten und es ist ja nicht so dass wenn ein neues Gerät auf dem Markt kommt sofort alle das Gerät kaufen müssen sondern wenn die Kühlschrank kaputt geht können sie sich jetzt einkaufen der eine hohe Energieeffizienzklasse hat und es wird auch mittlerweile von der EU halt eben ausgewiesen welche Effizienceklasse und das schon hat sich verbessert.

00:46:23: Da ist eine gewisse Transparenz da.

00:46:25: also muss auch mal die Fortschritte sehen finde ich Das ist vielleicht alles nicht ausreichend, aber es gibt jetzt die Möglichkeit.

00:46:31: Und die heutigen Kühlschränke sind halt mit den von den Achtzigerjahren vom Struffen überhaupt nicht mehr zu vergleichen und das sind schon auch Fortschritte.

00:46:38: Ähnlich ist das ja auch mit den Heizungen.

00:46:40: also niemand sagt dass sie sofort ihre Heizung da unten rausreißen sollen, wenn sie kaputt geht Dann baut man sich möglichst eine Wärmepumpe ein und das wiederum rentiert sich, weil die Gaspreise eben steigen.

00:46:52: Und dann ist zwar quasi mehr Stromverbrauch, sie ist aber effizienter als der Verbrennungsprozess von Gas, woher es Gas muss importiert werden

00:46:59: etc.,

00:47:00: Pipi hat viel Abwärme usw.. Bei vielen Sachen sind erneuerbarer Energien auch einfach effizienter, weil sie quasi eins zu eins die Energie auch umsetzen.

00:47:09: Und diese ganzen, das hatten wir auch schon abwärmer Prozesse und mit dem Verbrennungsprozess geht einfach bis zu sechzig Prozent der Energie einfach verloren.

00:47:16: Und dieses Problem haben wir bei erneuerner Energienen beispielsweise nicht bei Elektraude

00:47:20: etc.,

00:47:20: ne?

00:47:21: Es will nicht sagen, dass alles tippitoppi ist.

00:47:24: Aber ich würde schon sagen das es auch wirklich gerade bei Energieeffizienz auf europäischer Ebene und leider nicht mehr von der Bundesregierung aber in der vorhänge Regierung auch Ansätze gab dieses Thema stark zu fördern wo es einen absoluten blinden Fleck gibt Stimmig, dem Herrn vom BUND wieder zu ist.

00:47:42: Alles was mit Sofizienz zu tun hat also das heißt mit Konsumeinschränkungen Das is absoluten Tabu in der Gesellschaft.

00:47:49: Da bin ich total d'Akoa.

00:47:50: Also dass wir uns alle überlegen okay macht uns konsum wirklich glücklich?

00:47:53: brauchen Wir wirklich so viele Produkte?

00:47:55: Brauchen wir irgendwie ständig Neuklamotten etc.

00:47:58: Aber da das ist einfach so ein Thema Genau so ähnlich wie das Privatauto Was irgendwie nicht angefasst werden darf und Da bin ich auch dafür, Debatten zu führen und das finde ich auch wichtig.

00:48:09: Weil wie Sie euch richtig sagen, Grenzen ist Wachstumf.

00:48:12: die Ressourcen weltweit sind einfach begrenzt und ich denke wenn wir eins zu eins Elektro- also Verbrennerautos durch Elektroautos weltweit ersetzen plus noch also die ganzen Schwellen und Dicklungsländer die auch noch mehr Autos pro Kopf bekommen werden stichwort China Das ist halt eine wahnsinnige Flut von Lithium-Batterien, die wir dann brauchen.

00:48:35: Die wir auch alle wieder recyceln müssen.

00:48:37: oder da gibt es riesige Müllhalten mit diesen Batterien und so weiter.

00:48:39: Sie kennen diese Probleme.

00:48:40: Und das ist natürlich ein Problem.

00:48:42: Das müssen wir adressieren... eben die Sofizienzdebatte und vor allen Dingen auch die Kreislauf-Debatte.

00:48:47: Und das ist so eine Kreislaufwirtschaft,

00:48:50: d.h.,

00:48:50: was machen wir danach mit den Batterien?

00:48:52: Können wir sie vielleicht noch ein zweites oder ein drittes Leben, können wie Sie zerlegen... Ich war bei Betrieben gewesen, die jetzt schon versuchen, Batterie-Recycling beispielsweise, und die versuchen diese ganzen seltenen Erden aus einer Batterie, die quasi in Ende ihrer Lebenszeit angekommen ist wieder herauszuholen, um sie wieder zu verwenden.

00:49:09: Was ja absolut Sinn macht!

00:49:10: Weil wir quasi in Deutschland auch keine seltenen Erden haben.

00:49:13: Genauso wenig wie wir Öl und Gas hier haben, haben wir diese seltene Erde nicht.

00:49:17: Und deswegen sollten wir das was wir haben hier halten mit so einer Kreislaufwirtschaft.

00:49:21: Das sind Ansätze über die muss auf jeden Fall mehr gesprochen werden.

00:49:25: der Mixtakor.

00:49:25: Jetzt die

00:49:26: Frage.

00:49:26: Ja ich war es ja dankbar für Ihren Beitrag Herr Bedanski weil die ein bisschen ernst in die Diskussion hineinbringt.

00:49:33: Also das zunehmend überschreitendes Ökologischen Fußabdruck ist, um das drei bis vierfache in Deutschland weltweit zwei bis dreifache Welterschöpfungstag zeigt eindeutig dass der materielle Verbrauch viel zu hoch ist, dass unsere Erde einfach nicht erträgt.

00:49:50: Das geht vor allem haben wir also sehr viele Fachleute deutlich gemacht.

00:49:54: Und dies in erster Lage werden wir nach meiner Meinung nicht bewältigen, wenn wir unser Wirtschaftssystem auf Wachstum und Wohlstand weiter so fahren.

00:50:02: Und zwar politisch, ökonomisch und im Wohlstaatsbegehren der Menschen.

00:50:07: Ich plädiere sehr für die Einsicht von... Am Anfang wurde ja die Einsichts-Astrasse entscheidend gesagt.

00:50:12: Für mich ist auch die Einsucht der Menschen eine entscheidende Brücke.

00:50:16: Bloß die Einsacht allein reicht nicht.

00:50:18: jedenfalls bei vielen reicht sie nicht.

00:50:20: das wissen glaube ich alle.

00:50:22: Da ist Ihnen das eigene Wohl und viel wichtiger als das Gemeinwohl.

00:50:26: Deswegen müssen, das haben Sie auch gesagt wirklich Gesetzgebung mit Verboten hin... politisch durchgesetzt werden.

00:50:35: Das geht nur, wenn auch bei den politischen Parteien und politischen Machträgern eine Einsicht da ist, dass sie von den alten Wachstumsprämissen runter müssen.

00:50:44: Wobei ich unter Wachsum jetzt das Materielwachsumeine.

00:50:47: nicht das sozial-ethische kulturelle Wechsel sondern das Wachslum des ständigen Mehrverbrauchs an materiellen Ressourcen und Energien.

00:50:55: Hier drüben gab es noch ne Frage?

00:50:56: Ich glaube wir sind uns wahrscheinlich alle einig, dass es auf individueller Ebene nicht funktioniert.

00:51:01: also... Ich rette nicht die Wäder durch, dass ich ein Fahrrad fahre mit meinem Stoffbeutel einkaufen gehe.

00:51:06: Aber wahrscheinlich auch nicht wenn Unternehmen XY so eine Solarpanele aufs Dach flassert.

00:51:12: All deiner das reicht wahrscheinlich auch noch nicht.

00:51:14: und sie haben ja gerade schon so schön gesagt ihnen fehlt irgendwie die Fantasie wie so eine Postwachstumsgesellschaft aussehen könnte.

00:51:22: deswegen versuche ich es jetzt mal mit der Wunderfrage wir stellen uns mal vor Spulen jetzt mal ein, zwei Jahre nach vorne und wir haben es irgendwie geschafft.

00:51:35: Die Klimawende war irgendwie erfolgreich.

00:51:37: Wir haben die Kurve gekratzt.

00:51:39: Was würden Sie sagen vielleicht auch von Ihnen allen?

00:51:41: Vielleicht haben sie da auch verschiedene Vorstellungen.

00:51:44: Wie sieht das Leben dann aus?

00:51:46: was hat sich verändert?

00:51:47: Und vor allem was waren auf dem Weg dorthin?

00:51:49: so die wichtigsten Wendepunkte?

00:51:52: Ja ich bin jetzt auch dann bringe geschultpflichtig was wir bisher dazu erarbeitet haben.

00:52:00: Also ich empfehle jeden natürlich auf unsere BUND Webseite zu gehen, um das, was sich hier ganz grob darstelle, auch dort durch unsere Positionshäfte nachzulesen und ich kann Ihnen ein Büchlein, das habe ich jetzt nicht dabei, ein Büichlein empfehlen.

00:52:15: hat nicht der BUND geschrieben?

00:52:17: eine Zukunft für alle heißt die Überschrift von Leuten, die sich professionell als Wissenschaftler mit einer anderen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung.

00:52:29: Und die ist immer noch demokratisch, das ist die Voraussetzung.

00:52:32: Liberale, plurale Demokratie und möglichst viel Freiheitswillen des Einzelnen ist Bestandteil der Aktionen sozusagen für die zukünftige Gesellschaft.

00:52:44: aber sie sieht ganz anders aus.

00:52:46: Es ist eine Infrastruktur vorhanden in der Mobilität Die in etwa so aussieht dass wir nur noch zehn Prozent individuellen Verkehr haben, also das eigene Auto und natürlich dann elektrisch.

00:53:00: Neunzig Prozent wird öffentlicher Nahverkehr sein im halbstunden Tag durch jedes Dorf in der Schweiz.

00:53:06: Übung schon Realität für den Teilbereich aber die fahren da genauso viel Auto parallel dazu zu einem tollen ÖPNV wie hier in Deutschland.

00:53:18: Also da muss das Verhalten noch ein bisschen mehr gesteuert werden als nur eine gute Infrastruktur darzustellen.

00:53:25: Alle Gebäude sind Passivhäuser und brauchen keine Energie mehr.

00:53:31: Manche, die Neubauten werden sogar Plus-Häuser sein und erzeugen Energie.

00:53:35: Ich weiß was das bedeutet an Investitionen und Veränderungen selbst im Gebäudepestand.

00:53:42: Aber es geht nicht anders um klimaneutral zu werden Und wir werden mit ganz anderem Baum Materialien die Neubauten bauen nicht ins Mittelalter zurückgehen, sondern wirklich mit Hochtechnologie werden wir trotzdem Fachwerkhäuser mit Struber in Füllung haben.

00:54:01: Und solche Dinge gibt es in Ansätzen.

00:54:03: selbst in Weimar steht zum Gebäude kann man sich im MDR Regional Mediathek sich angucken.

00:54:09: also rein technisch ist alles vorhanden.

00:54:12: ökonomisch sind die Spielregeln noch nicht da von der Bundesebene und das Geld muss ja irgendwo herkommen und deswegen wird ein große Steuerelement sein.

00:54:22: Alle, die noch fossil leben wollen, werden durch Preise gesteuert.

00:54:27: Da liegen die Steuern drauf – der CO-Zertifikatsandel und das fossilfreie oder überhaupt materiale Armeleben, dass wir ein billig Produkte werden.

00:54:43: Es ist selbstverständlich in Zukunft nicht mehr durch die Regale zu gehen und gucken auf die einzelnen Etiketten.

00:54:52: ist das nun gesund oder nicht gesund?

00:54:54: Nein, dass teure wird gekennzeichnet sein.

00:54:57: Oder dass ungesunde wird gekannzeichnet seien und sehr teuer!

00:55:01: Und wir werden mehr soziale Gleichheit haben müssen eine Gesellschaft die so ungleich ist wobei in Deutschland geht es immer noch Amerika und in der Welt als Ganzes wo, sag ich mal, zehn Prozent der Bevölkerung, fünfzig Prozent des Vermögens der ganzen Weltbevölkerung hat.

00:55:18: Wenn das nicht geändert wird funktioniert keine sozial-ökologische Transformation denn Sie müssen auch über den finanziellen Ausstattung, Ressourcenausstattungen des Einzelhaushaltes, müssen sie das zukünftige Erdenleben und beschützende Erdenleben auch unterstützen dass das gegen Interessen von Superreichen geht, aber bitte auch gehobene Mittelschicht.

00:55:44: Auch ich habe als ehemals Gutverdiener mir hätte man fünfhunderttausend Euro mehr Steuern abziehen können – warum nicht?

00:55:52: Ich hätte nicht so viel sparen können und fürs Alter drei Häuser vorsorgen und all so ein Quatsch!

00:55:57: Das ist zwar systemkonform gewesen im jetzigen System, aber sowas wären wir in Zukunft auf der gesamten Welt wenn mal das für Allgemeinheit will mit ethischen Grundlagen nicht mehr möglich sein.

00:56:08: Das führt sich nach Revolution an.

00:56:10: Nein, ich versuche durch Überzeugung!

00:56:12: Wir müssen es ausarbeiten und verschriftlichen.

00:56:15: Wir müssen in die Diskussion gehen und wir müssen politisch den Willen haben derjenige, die jetzt Privilegien noch nutzen auch hier von uns einige dass wir sagen so können wir nicht weiterleben.

00:56:27: wir müssen andere Verhaltensspiel regeln.

00:56:30: Institution nennt man das in der Soziologie.

00:56:32: wir müssen eine gesetzliche Grundlage schaffen Und das natürlich nicht nur Deutschland, sondern lasst uns das mal in Europa machen.

00:56:41: Die Energiewende oder auch alle anderen, wenn wir nicht in Deutschland alleine ... Sondern ich wäre schon froh, wenn Europa als großer Wirtschaftsraum gegen die anderen Diktatoren und Autokratien stehen wie im Wettbewerb.

00:56:54: Aber lass uns in Europa vorangehen!

00:56:56: Deutschland allein schafft das auch nicht?

00:56:57: Also ich tue mich schwer damit.

00:56:59: Ich glaube auch nicht dass in ein paar Jahren also dieser Zeithorizont war doch sehr eng glaube ich ehrlich gesagt nicht.

00:57:10: Es hängt halt viel davon ab, welche Regierung wir hier haben werden inwiefern sich die Energiewende oder auch ja und damit verbundene Gesetze irgendwie durchsetzen.

00:57:22: wenn wir eine Radikalisierung der CDU jetzt gerade haben oder Richtung AfD sehe ich das alles überhaupt nicht muss ich ehrlich sagen.

00:57:33: Also ich sehe halt immer diese Gegenseite, die versucht das gerade massiv auszubremsen und deswegen weiß ich nicht ob es so... also ich teile viele von dem was sie gesagt hat.

00:57:42: Das ist ja alles vernünftig aber ich weiß nicht ob man auch die Energiewende nicht mit diesen ganzen Anforderungen ein bisschen überfrachtet weil ich glaube dass ist auch so ein bisschen der Fehler den vielleicht auch die Klimabewegung gemacht hat eben das gesamte Übel der Welt da rein zu projizieren und das jetzt lösen zu wollen.

00:58:01: Und ich bin mir einfach nicht sicher, ob das strategisch so schlau ist.

00:58:04: Weil es eben viele Leute vielleicht auch abschreckt und sagt eben, oh nein, jetzt ist es utopisch!

00:58:08: Das müssen wir hier alles ändern auf einmal und ich glaube, dass eine gewisse Überforderung.

00:58:14: Auch wenn die vielen Sachen wie gesagt persönlich für sehr vernünftig sind ja auch die Wissenschaft gedeckt

00:58:19: etc.,

00:58:19: also wenn wir uns das paradiesisch ausmalen, also eine Innenstadt in der keine Autos mehr fahren, also die autofrei ist wo die Kinder nicht mehr gefahren laufen überfahren zu werden oder die Schadstoff freie ist, die Luft ist besser und wir ernähren uns gesund usw.

00:58:34: Das sind ja alles tolle Sachen.

00:58:37: aber dann noch die soziale Ungleichheit reinzupacken und es ist nicht so dass ich das nicht alles lösen wollen würde, aber die Frage ist wirklich ob man das ganze Thema damit überfrachtet?

00:58:46: Das heißt nicht, dass sich das in viele Sachen nicht teilen, aber als der Bund eine Erfragung und vielleicht auch der Ungeduld etc.

00:58:52: Und immer mehr fordern, also ich denke es ist wichtig auch die Sachen zu sehen, die ja schon angeschoben sind und in welche Richtungen gehen.

00:58:59: Ich meine wir haben... Also das meine ich mit den... Ich bin schon über zwanzig Jahre dabei, siehe auch aber es gibt ja gewisse Fortschritte.

00:59:07: als ich angefangen habe War, wie gesagt die Klimaziele so ein moralischer Kompass.

00:59:13: Also konnte man machen war irgendwie so einen Aktionsplan, konnte man auch nicht machen.

00:59:17: auf europäischer Ebene gab es das schon mal gar nicht.

00:59:20: Und jetzt ist das sowohl auf europäischer Ebene als auch auf deutscher Ebene gesetzt.

00:59:24: Also wir sind da quasi in ganz vielen Strukturen drin, also beispielsweise Emissionshandel eins, Emissionshandel zwei, Effort-Chering – es gibt ganz viele Regelungen die sind einfach da und die kann auch nicht irgendeine deutsche Regierung so wegwischen und das merken wir jetzt.

00:59:40: Es wurden wahnsinnig viele Fleiler schon eingeschlagen und die Sache ist dass in den dreißiger Jahren muss das halt wirklich anfangen zu greifen Und in den Dreißigerjahren werden wir sehen, ob die Grundsteine, die wir jetzt gelegt haben bei einer Energienoptie dann wirklich fruchten und ob es losgeht im Grunde.

00:59:57: Jetzt will ich auch nicht technisch verliebt klingen aber ich glaube schon dass... Ich vertraue eher gerade in diesem technischen Hochlauf der Erneuerbahn als in die Einsicht von Politikerinnen oder von der Bevölkerung das ihr Verhalten ändern.

01:00:12: Das ist glaube ich so ein bisschen realistischer.

01:00:15: Das heißt also, wenn Elektroautos günstiger werden.

01:00:17: Wenn Wärmepumpen günstig werden oder wenn es auch Angebote gibt nicht nur für Leute die in Haus besitzen oder die Auto fahren sondern quasi auch Leute wie ich kein Haus oder kein Auto haben und dann ist es auch Angebote gibt für sie quasi Energiewende aktiv zu gestalten oder in bürgerinitiativen Bäume pflanzen und das Viertel schöner machen weiß ich.

01:00:36: Also irgendwas was ihr Leben und ihr Wohlbefinden steigert, dass sind Anreize, die die Leute am Ende Also die Energie wieder anschieben und gleichzeitig den Leuten auch was bringen.

01:00:48: Und ich glaube, in diese Richtung müsste man denken.

01:00:52: Herr Bogoczek?

01:00:53: Ja, eine ganze Menge an Stoff zu beantworten.

01:00:58: Das möchte ich auch gerne tun.

01:01:00: erstmal da herr hier hinten.

01:01:02: vielen Dank für Ihre Frage.

01:01:05: Ich möchte Sie mal so beantworten, Sie haben gesagt weniger Wohlstand.

01:01:08: Also ich habe zwei kleine Kinder und ich hoffe doch dass sie mindestens den gleichen Wohlstand haben wie ich genießen durfte oder vielleicht sogar mehr, wie wir diesen Wohlstände definieren.

01:01:23: da bin ich gerne bereit darüber zu sprechen aber ich wünsche uns allen nicht weniger Wollstand sondern gleichen Wohlstand.

01:01:32: über die Rahmenbedingungen wie Wohlstand dann zu definieren ist, können wir uns gerne unterhalten.

01:01:37: Das zweite Thema, Sie haben gesagt da müsste der Gesetzgeber dann durch Gesetze eingreifen.

01:01:42: Wir waren uns ja einig wir machen das auf einer demokratischen Basis,

01:01:47: d.h.,

01:01:48: einen Gesetzgebern der die Macht hätte.

01:01:51: diese Gesetzer zu veranlassen basiert dann auf einer gesellschaftlichen Grundlage schon, die dann schon da ist würde die Gesetzen sowieso dann absolut aus meiner Sicht machen.

01:02:00: Dann haben wir diesen Wandel schon in der Gesellschaft tief verankert und er kommt hier auch immer mehr in der Gesellschaft an.

01:02:07: Und ich glaube nicht, dass sie das über ein diktatorisches System durchsetzen wollten.

01:02:12: aber dann haben wir eben schon diesen Konsens, dass wir hier was tun müssen und ich glaube er ist auch in breiter Masse da.

01:02:22: über das wie sind wir uns uneinig?

01:02:24: Ich möchte gerne auf die Dame eingehen mit zwei Sachen.

01:02:31: Jetzt bin ich überzeugter Christ und glaube schon, dass unser Handeln nicht bedeutungslos ist und jeden Beitrag den ich als Christ oder als Mensch leisten kann, dass es unserer Gesellschaft und unser Umwelt unseren Haus das uns anvertraut wurde besser geht.

01:02:50: Natürlich wertvoll und sinnvoll ist und insofern kann ich Sie nur einladen ja machen sie weiter so ihr Beitrag ist wertvoll Und Ihr Beitrag Ist Sinnvoll und keineswegs bedeutungslos Das glaube Ich auch für die Unternehmen Die Ich Vertrete dass sie einen Breitrag dazu leisten und wenn viele an Beitrag leisten, wird es am Ende gut.

01:03:15: Zu der Vision möchte ich gleich noch mal kommen.

01:03:17: Ich mache mich noch ein Absticher machen.

01:03:18: Sie haben gesagt das wird dann der Preis regeln und da möchte ich zur Vorsicht warnen weil die Klimakrise Wenden wir die Lösung dieser Krise jetzt schon ab auf die armsten Armen hier, auf der Welt.

01:03:35: Und das darf uns nicht passieren!

01:03:37: Das halte ich für eine ganz vertale und großen... eine große Gefahr, dass wir hier abbiegen und nur noch die Reichen können sich ein unklimabewusstes handeln.

01:03:49: Sozusagen erlauben und ausbaden werden ist die Armen auf der Welt.

01:03:54: das halte ich sozial nicht für tragfähig und nicht gerecht.

01:03:59: wo ich Ihnen recht gebe, wenn wir beim Beispiel Erdgas breiten.

01:04:03: Das wird sich von alleine regeln und da wird auch der Erdgraspreis gar nicht das Problem sein weil wenn immer mehr Erdgaskumpen haben wird es immer weniger Erd gas geben.

01:04:12: was durch unser Netz durchläuft ist zu warten und zu fliegen sehr teuer und das wird dann anreiz genug sein die nächste Erheizung als eine Wärmepumpe zu machen oder was es dann gibt.

01:04:25: auch da gibt's ja immer wieder weitere Entwicklungen.

01:04:28: und zur Vision, egal in welchen Zeitraum wir das jetzt sehen.

01:04:36: Ich bin davon überzeugt dass zwei Sachen in unserer Gesellschaft passieren.

01:04:43: die jungen Menschen, die jetzt nachkommen haben ein sehr feines Gespür für Werte und wissen wie wichtig sie in unserer gesellschaft sind und kriegen immer eine größere Bedeutung und werden auch wieder aktiver unser Leben und Handeln bestimmen.

01:05:01: Da bin ich überzeugt, dass es über unsere Jugend, die nachrutscht, mehr im Fokus- und Zentrum kommen wird.

01:05:08: Das setzt sich eine ganz große Hoffnung hier rein.

01:05:14: Wir werden es durch Technologien schaffen, dass wir eine vernünftige Klimabilanz halten werden und gleichzeitig einen Wohlstand, der es allen auf der Welt ermöglicht ein ausgewogenes Leben zu führen.

01:05:34: Ich darf vielleicht eine Ergänzung machen dann haben Sie mich möglicherweise falsch verstanden.

01:05:39: ich habe ausdrücklich gesagt soziale Gleichheit ist herzustellen bevor wir durch andere Preissysteme bestimmte Dinge machen.

01:05:48: natürlich müssen die Armen auch ein Kühlschrank sich kaufen können oder wenn sie Es nicht können von der Sozialhilfe leben, dann stelle ich den das als Staat zur Verfügung um die Energiewende auch in dem Bereich zu schaffen.

01:06:03: Also soziale Gleichheit und das heißt nicht Gleichheit für alle und wir sind nicht alle gleich und Einkommensunterschiede und Vermögensverhältnisse und Unterschiede wird es dann immer noch geben aber nicht so krass wie wir es zurzeit haben.

01:06:17: Das ist also eine der Voraussetzungen für eine Transformation Und manchmal hört sich das so an als ob unsere Wege gegeneinander stehen, natürlich wird auch Technologie notwendig sein.

01:06:27: Und Effizientsteigerung und auch Vorbildfunktionen.

01:06:31: kommen Sie mal in meinen Ortsteil zu, indem ich etwas zu sagen habe, ein bisschen was zu sagen haben.

01:06:37: Da zeigen wir ja den Menschen dass man auch den Gründraum ganz anders gestalten kann um die Hitze-Tage zu ertragen.

01:06:45: Ich hab jetzt nur noch einen Schritt weiter möglicherweise als die Green Washing oder die zu denen ich sie jetzt beide mal zähle, ohne das zu diskriminieren.

01:06:57: Nein wir müssen runter von unserem materiellen Anspruch und der Wohlstandsbegriff.

01:07:03: im Vergleich zu früher lebe ich jetzt mit einem Drittel meines Einkommens.

01:07:08: dass der Rest kann gespart werden oder ich spende das an irgendwelchen Stiftungen hier auch in Erfurt.

01:07:13: man kann mit weniger materielle Dinge auskommen und trotzdem ein befriedigendes glückliches Leben führen weil es ein bewusstes anderes Leben ist.

01:07:24: Dazu muss man allerdings sich Wissen anechnen, dazu muss man diskutieren, dazu müssen wir nicht moralisieren.

01:07:31: aber davon erwarte ich natürlich von der Politik dass sie das System.

01:07:36: die Spielregeln ändern Ist natürlich schwierig wenn wir eine Partei haben weltweit die Bewegung Aber auch bei uns und hier im Thüringen und in Sachsen-Anhalt leider noch stärker als oben in Schleswig-Holstein.

01:07:50: da regieren also grüne und schwarze, halbwegs vernünftig.

01:07:54: Wenn es eine Partei gibt die sagt das ist alles Quatsch!

01:07:57: Es gibt den Menschen gemacht in Wanderlich.

01:07:59: und unser Wohlstand.

01:08:00: was macht dann die zwei Prozent der Weltbevölkerung?

01:08:04: Ist doch ein Pinaz und die anderen machen auch nicht mit.

01:08:07: wenn ich solche Parteien habe Die demokratisch auch zugelassen sind Und der bequemere Teil dem menschen bei uns und auch der Unternehmer glaubt Ich will mich ja auch nicht verändern Dann wähle ich die Ja, dann können die die Mehrheit kriegen mit einem Hinweis.

01:08:24: Dann wandte ich aus!

01:08:25: Dann bin ich nicht mehr in

01:08:26: Thüringen.".

01:08:27: Noch mal zu meinem Nicht-Pessimismus.

01:08:29: aber doch nicht dass ich nicht so optimistisch bin.

01:08:32: Sie sagten zehn Millionen verbrauchen ja auch mehr Energie.

01:08:36: Zehn Milliarden richtig.

01:08:39: und die Ungleichheit wir haben sie haben ja nicht die Möglichkeit solche großen Länder wie China jetzt ist es ja sogar Indien und ähnliche denen zu verbieten, es nicht so ermöglichen.

01:08:53: Nur annähernd das Lebensniveau wie in Europa zu bekommen.

01:08:57: Wie das Problem gelöst werden soll ist mir völlig schleierhaft.

01:09:00: Außerdem hat zum Beispiel unser Kanzler, sogar noch mal gesagt, dass Argument ist nicht falsch.

01:09:06: Zwei Prozent der CO², des CO²-Ausstoßes kommt aus Deutschland.

01:09:11: So außer einer Vorbildwirkung kann Deutschland hier überhaupt nichts bewirken.

01:09:16: Eine Vorbildwirkung!

01:09:18: Das ist ehrenhaft und gut, aber ich glaube auch nicht dass die Vorbildwirkungssuch gerne angenommen wird.

01:09:26: Aber auf jeden Fall wie wollen Sie das Argument widerlegen?

01:09:30: Ich habe für Erfurt.

01:09:31: um mal auch konkret zu machen wir haben hier den Klimaentscheid in der schlimmsten Energiepreiskrise als die Ukraine überfallen worden sind haben wir hier die Unterschriften gesammelt und auch zustande gebracht dass ein Klima entscheidet, das heißt ein Bürgerbegehren positiv ausgegangen ist mit der Verhandlung aller Fraktionen außer der AfD.

01:09:52: Da ist jetzt ein Klimaschutzkonzept für die Stadt Erfurt erarbeitet worden an dem wir fachlich mitgearbeitet haben und in der Umsetzung uns auch immer noch in die Pflicht genommen haben.

01:10:03: also das führt jetzt zu weit weg.

01:10:05: man kann als Einzelner schon auch Systemveränderung in Form von Reform Ich bin ja hier kein Revolutionär von Ideen und Gedanken kreativ.

01:10:16: Und ich habe das Ende auch im Kopf, aber weiß dass ich es alleine gar nicht hinkriege.

01:10:21: Ich muss doch die Menschen mitnehmen und die Politiker treiben, die nicht

01:10:25: wollen.".

01:10:25: Frau Götze vielleicht das letzte Wort von Ihnen?

01:10:29: Wie kann man das Thema kommunikativ so angehen, dass man möglichst viele mitnimmt?

01:10:33: Grundsätzlich denke ich ist es eigentlich jetzt Der beste Zeitpunkt, weil jetzt noch nie wie gerade in den letzten sechs Wochen sind uns diese Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen so klar geworden.

01:10:48: Und ich glaube das ist für mich als Journalistin ... Also ich habe schon vorher drüber geschrieben, war noch nie so viel drübergeschrieben.

01:10:55: Weil ich denke jetzt ist der Moment... also wenn nicht schon in den Jahr zwei tausend zwanzig der Moment war wo alle verstanden haben, ah wir müssen das Gas ja importieren dann wäre jetzt der Moment zu verstehen dass wir Gas und Öl fast zu hundert Prozent also fünfundneinzigund achtneunzig Prozent importieren müssen und dass Deutschland und auch übrigens auch auf ihre Frage Deutschland ist Teil der Union Europäischen Union die Zusammengesetze und Verordnung machen.

01:11:18: also auch da geht es weit über diese zwei Prozent hinaus genau und es geht um diese Abhängigkeit.

01:11:24: Und nie war den Europäern, den Deutschen das so klar glaube ich weil es eben diese Vorkommen hier nicht gibt.

01:11:31: und das ist glaube ich der große Unterschied auch denen wir haben zu den Vereinigten Staaten.

01:11:35: und da habe ich auch das Gefühl dass unser Kanzler wie Sie gerade so schön gesagt haben auch das irgendwie ist das das ist irgendwie noch nicht so richtig angekommen und auch nicht bei Frau Reichel die er denkt wir fordern jetzt ja noch ein bisschen mehr Gas.

01:11:50: Wir wissen, dass auch die Vorkommen, also die wir hier in Deutschland haben absolut nie ausreichen werden.

01:11:54: Um auch nur einen kleinen Anteil von dem zu decken was wir gerade an Gasverbrauch haben.

01:11:59: Das heißt der große Unterschied zu Petro-Staaten wie den USA beispielsweise den Golfstaaten ist, wir haben diese Ressourcen hier nicht und wir können nur die Energie oder sollten die Energiequellen nehmen, die wir nicht importieren müssen und das ist halt Wind Sonne, Geothermie etc.. Und ich glaube, das ist jetzt der Moment, das wirklich zu kommunizieren.

01:12:17: Ich glaube sehr lange ging es in den Augen vieler sehr gut, dass man gedacht hat, ja an einer Tankstelle, ich tanke hier einfach und habe mir nie daran gedacht wo das Öl eigentlich herkommt.

01:12:29: Das ist schon so ein Erweckungsmomenten vor allem der zweite Moment innerhalb von vier Jahren.

01:12:34: Also das ist wirklich erstaunlich, dass das noch nicht... Es kommt schon an würde ich sagen Aber je länger diese Krise jetzt dauert in der Straße von Hormuz, desto klarer wird das.

01:12:44: Und desto irrer werden auch – also mittlerweile wird ja auf V-Reich wirklich von sehr vielen Seiten und Unternehmerseiten als Fossilideologen gesehen was sie meiner Meinung nach auch ist weil einfach die Argumente der Abhängigkeit nicht mehr zu leugnen sind.

01:13:00: Und ich glaube, wenn man schon nicht über den Klimaschutz schafft und ich glaube das wurde nicht so richtig geschafft zu kommunizieren wie wichtig das ist.

01:13:07: Weil die Klimakrise eben doch für viele leider noch zu abstrakt ist obwohl sie schon die Folgen schon so krass zu spüren sind und obwohl wir jährlich tausende Hitze tote haben etc.

01:13:17: wissen Sie alles.

01:13:17: aber wenn wird es nicht schaffen über den klimaschutz Zu kommunizierend.

01:13:21: dann noch bitte über diese abhängigkeit und über dieser sicherheitspolitik.

01:13:25: eine Sicherheitspolitik wiederum ist nichts grünes wo ich nochmal zu kommen, wie man es nicht kommunizieren soll.

01:13:31: Immer dieses schon sehr rechte Narrativ.

01:13:34: Energiewende ist gleich grüne Partei oder links oder linksgrün oder so?

01:13:40: Sondern wie Sie auch sagten am Anfang sind Physiker oder auf jeden Fall das ist Physik, das ist Naturwissenschaft und Sicherheitspolitik hat nichts mit irgendeiner Parteifarbe zu tun sondern es sind reale Risiken.

01:13:51: und ich glaube dass man das einfach entkoppelt von diesem ja das Energiewend ist irgendwie Harbek oder weiß ich nicht die Linke Und ich glaube, das ist wichtig, dass zu entkoppeln und das wirklich als... Ja.

01:14:04: Als das hinzustellen was es ist.

01:14:05: Energiewendepolitik ist auch Sicherheitspolitik und ich glaube über diesen Hebel kriegt man schon mehr Leute, würde ich sagen?

01:14:13: Das war der politische Salon.

01:14:15: zur Frage die Energiewände.

01:14:16: rettet sie uns die Zukunft.

01:14:18: Ich war am Gespräch mit Susanne Götze Journalistin und Autorin Robert Bednarski Mitglied des Arbeitskreises Energie des BUND Thüringen und Markus Bogoczek Unternehmer aus Süd Thüringen.

01:14:30: Vielen Dank an Sie alle, dass sie da waren!

01:14:32: Auf Wiedersehen einen schönen Abend wünscht Ihnen Ulrich

01:14:48: Böhmer.

Über diesen Podcast

Spannende Vorträge und Interviews aus dem Bistum Erfurt,
aufgenommen bei Veranstaltungen des Katholischen Forums,
der katholisch-theologischen Fakultät Erfurt
sowie Fortbildungen im Bistum Erfurt.
Feedspot listet uns unter den 20 besten katholischen, deutschsprachigen Podcasts und laut anderer Podcast-Charts gehören wir zu den etablierten Christentum-Podcasts.
Einfach hörenswert!

von und mit Niklas Wagner (Katholisches Forum Thüringen), Matthias Hülfenhaus (Fortbildung), Juliane Körber (Onlineredaktion), Sophie von Kalckreuth (Universität Erfurt), Ayline Plachta (Missio)

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